Corel deutlich in der Verlustzone
Die finanzielle Krise von Softwarehersteller Corel ist nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen tiefer als angenommen. Nach einem verhältnismäßig schlechten Ergebnis im 1. Quartal 2000 scheint jetzt der lang geplante Merger mit Softwareanbieter Inprise/Borland zu wanken.
Die finanzielle Krise des kanadischen Softwareherstellers Corel ist nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen tiefer als angenommen. Nach einem verhältnismäßig schlechten Ergebnis im 1. Quartal 2000, in dem Corel einen Verlust von 12,4 Mio. Dollar bilanzieren musste, scheint jetzt der lang geplante Merger mit Inprise/Borland ins Wanken zu geraten. Die Kalifornier sind Anbieter von Internet- und Entwicklungsanwendungen und wichtiger Softwarelieferant für die Betriebssysteme Linux und Windows. Im Februar dieses Jahres hatte die Geschäftsleitung von Inprise/Borland einem Merger mit Corel Corporation zugestimmt. Allerdings stand noch die Zustimmung der Aktionäre aus. Nachdem Corel für die nächsten zwei Quartale keine deutliche Besserungen in den Geschäftsergebnissen zusichern konnte, scheint ein Einverständnis fraglich. Laut US-Analysten ist die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme auf unter 50 Prozent gesunken.