Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin hat als Konsequenz aus dem Erfurter Amoklauf eine Überprüfung der Strafvorschriften für Filme sowie Video- und Computerspiele angeregt. "Es ist eine ganze Menge Schrott auf dem Markt", sagte die SPD-Politikerin im ZDF.

Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin will als Konsequenz aus dem Erfurter Amoklauf vom 26. April prüfen, ob bei exzessiven Gewaltdarstellungen in Filmen oder Spielen die Strafvorschriften verschärft werden müssen. "Es darf einfach nicht sein, dass als erster Schritt eines Computerspiels Kinder sich heraussuchen, welche Waffe sie nehmen, und dann kommt es darauf an, möglichst viele abzuknallen, bevor man abgeknallt wird. Das geht nicht, das wollen wir nicht", sagte die SPD-Politikerin im ZDF. Zu Gewalt darstellenden Computer- und Videospielen sagte sie: "Ich glaube, dass wir heute eine ganze Menge von diesem Schrott, der da auf dem Markt ist, eigentlich gar nicht haben dürften." Würden die Verbote eingehalten, könnten von diesen Spielen nicht so viele auf dem Markt sein. Sie fügte aber hinzu, dass gesetzliche Maßnahmen allein allerdings nicht ausreichend wären. Es komme darauf an, wie sich die gesamte Gesellschaft zur Gewalt stelle. "Der Erfolg, der mit Gewalt manchmal verbunden ist, der darf nicht suggeriert werden."

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