Dartmoor startet Spielereihe
Der noch junge Publisher Dartmoor Softworks will ab dem zweiten Quartal mit einer Reihe von Brettspielumsetzungen aus eigenem Hause für Furore sorgen. Eine möglichst originalgetreue Adaption soll auch die Fans klassischer Brettspiele für das Spielen am Computer begeistern.
Mit Dartmoor Softworks wurde im Juni 2002 trotz aller wirtschaftlich schwierigen Umstände in Deutschland ein neuer Publisher formiert. Nachdem die ersten beiden Titel "Dawn Of Empire" und "Elixir", beides lizenzierte Fremdendwicklungen, auf dem Markt sind, bereitet sich das junge Unternehmen nun auf die Etablierung einer Serie von Eigenentwicklungen vor, die im Mid-Price-Segment um 25 Euro angesiedelt sein werden. Ins Auge gefasst hat Firmengründer und Dartmoor-Geschäftsführer Klaus Starke die Umsetzung von Brettspielen. "Brettspiele waren im Weihnachtsgeschäft 2002 ein Renner im Handel und haben die Computerspiele erstmals seit Jahren wieder auf den zweiten Platz verwiesen", begründet Starke diese Entscheidung.
Sechs Brettspielumsetzungen für 2003 geplant
Damit aus einem Brettspiel auch ein gutes Computerspiel wird, mit dem tatsächlich eine Brücke zwischen beiden Welten geschlagen werden kann, müssen nach Meinung Starkes zwei wichtige Punkte bedacht werden. Die Adaption sollte möglichst originalgetreu und das umzusetzende Brettspiel sollte besonders erfolgreich sein bzw. einen gewissen Kultstatus in der Fangemeinde besitzen.
Deshalb will Dartmoor bei der Verpackung soweit möglich auch auf die bekannten Designs der Brettspiele setzen. "Die einfach zu erlernenden, aber sehr ausgeklügelten Brettspiele bieten ein ideales Potenzial, um einen weiteren Markt zu erschließen", glaubt Starke. Dass dieses Potenzial vorhanden ist, hat sich Starke durch Marktstudien und Gespräche mit Experten bestätigen lassen. Verkäufe sogar bis hin zu 100.000 Units sind seiner Ansicht nach möglich, auch wenn diese Zahlen sicher nicht von Beginn, sondern erst nach dem Aufbau der Marktnische möglich sein werden.
Dass Brettspieler tatsächlich auch den Computer für ihr Hobby nutzen, dafür sprechen laut Starke vor allem zwei Vorteile: dass der Spieler auch ohne menschliche "Gegner" Spaß beim Lieblingsbrettspiel haben und dass er sich über das Internet mit anderen Spielern messen kann. Den Auftakt seiner Serie von Brettspielumsetzungen plant Starke bereits im zweiten Quartal 2003. Dann sollen PC-Umsetzungen von "Tikal" und "Torres" erscheinen. Beide Titel wurden als "Spiel des Jahres" ausgezeichnet; "Tikal" erhielt das Prädikat 1999, "Torres" im darauf folgenden Jahr. Im Anschluss an die beiden ersten Spiele will Starke pro Quartal zwei Titel "nachschieben". Für 2003 sind also sechs Releases geplant. Die Lizenzen dafür hat sich Starke zum Teil bereits gesichert, weitere Details will er jedoch erst Mitte Februar nennen. Entwickelt werden alle Titel von deutschen Teams aus dem gesamten Bundesgebiet. Wer den Vertrieb der Brettspielumsetzungen übernehmen wird, ist noch nicht bekannt, soll jedoch in den nächsten Wochen entschieden werden.