Würdige Preisträger hat die Jury des Deutschen Computerspielpreises für die Premierenverleihung am 31. März in der BMW Welt in München gefunden.

Mit viel Prominenz wurde am Abend des 31. März in München erstmals der mit 600.000 Euro dotierte Deutsche Computerspielpreis vergeben. Die deutsche Gamesbranche war sich des besonderen Anlasses bewusst, alles was in der Branche Rang und Namen hat, war am Abend in der bayerischen Landeshauptstadt zugegen. Eröffnet wurde die Verleihung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

Die Preisträger decken die ganze Bandbreite deutschen Spieleschaffens ab. Als Hauptpreisträger ging eines der ambitioniertesten deutschen Produkte des Vorjahres hervor: "Das Schwarze Auge: Drakensang" von dtp entertainment und Entwickler Radon Labs gewann in der mit 150.000 Euro dotierten Kategorie "Bestes Deutsches Spiel". Doch nicht nur aufgrund dieses Erfolgs kann das Erfolgstandem aus Hamburg und Berlin die Sektkorken knallen lassen. Mit dem Sieg in der Kategorie "Bestes Jugendspiel" setzte sich "Das Schwarze Auge: Drakensang" gleich in einer zweiten Kategorie gegen die namhafte Konkurrenz durch.

Über die Auszeichnung als "Bestes Kinderspiel" freuten sich Koch Media und Terzio, der Sieg und 75.000 Euro Preisgeld gingen an die Schachsimulation "Fritz & Fertig DS - Schach lernen und trainieren". Überreicht wurde der Preis von Ex-Box-Weltmeisterin Regina Halmich.

Die Kategorie "Bestes Browserspiel" entschied "Ikarim" von Gameforge für sich. Den Preis nahm der Karlsruher Browsergamesprofi aus den Händen des ehemaligen Bundesligamanagers Rainer Calmund entgegen. 50.000 Euro Preisgeld fließen damit in die Entwicklung neuer Titel. "Bestes Serious Game" wurde "Tech Force" von Zone2Connect. Im Anschluss wurde das "Beste Mobile Game" gekürt. Schauspielerin Ruth Moschner überreichte die Trophäe, die in diesem Jahr für "Crazy Machines" an dtp und Fakt ging.

Gleich zur Premiere zeigte die Jury, dass nicht immer nur starr nach Drehbuch vorgegangen wird und ein doch vergleichsweise junges Medium auch mal flexibel reagiert. Daher wurde der nicht dotierte Preis für das "Beste Internationale Spiel" an gleich zwei internationale Tophits vergeben. Die ebenso unterhaltsamen wie innovativen "Wii Fit" (Nintendo) und "LittleBigPlanet" (Sony) teilen sich die Ehre.

In der Nachwuchsförderung macht sich der Deutsche Computerspielpreis mit einem Schüler- und Studentenwettbewerb stark. Jeweils 15.000 Euro erhalten die Gewinner, die in diesem Jahr aus Berlin und Oberhausen kommen. "Bestes Schülerkonzept" wurde so "Monkeys World Wide Jungle" vom Elsa-Brandstöm-Gymnasium in Oberhausen. Für das "Beste Studentenkonzept" wurde die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin ausgezeichnet. Die Studenten überzeugten die Jury mit dem Projekt "Snatch'Em".

Alle Preisgelder, die an diesem Abend an die Gewinner übergeben wurden, dienen der Förderung und Entwicklung weiterer hochkarätiger Computerspiele. Kulturstaatsminister Bernd Neumann betonte: "Wir sind überzeugt, dass dieser Preis den Wirtschaftsstandort Deutschland im Hinblick auf die Entwicklung kulturell und pädagogisch wertvoller Computerspiele fördert und nachhaltig stärkt".

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