Weil trotz verschiedener Präzedenzfälle die Versuche einzelner US-Bundesstaaten, Spiele mit Gewaltinhalten mit Verkaufsbeschränkungen zu belegen zum Scheitern verurteilt waren, soll der Bundesstaat Illinios nun eine Strafe wegen Verschwendung von Steuergeldern zahlen.

Der US-Branchenverband Entertainment Software Association (ESA) geht in die Offensive. Obwohl bereits mehrere Präzedenzfälle existieren, in denen US-Bundesstaaten mit Verkaufsbeschränkungen für Spiele mit Gewaltinhalten vor Gericht gescheitert sind, wurde weiterhin versucht, entsprechende Gesetze zu erlassen. Die ESA sieht in diesen Unterfangen eine unnötige Verschwendung von Steuergeldern. Eine Bestrafung könnte weitere Bundesstaaten davon abhalten, den gleichen Fehler zu begehen, ist die ESA überzeugt.

Daher richtete der Verband eine Anfrage an den zuständigen District Court, Illinois zu einer Zahlung von 644.545 Dollar zu verurteilen. "Mit dem Tag, an dem Gouverneur Blagojevich den Gesetzentwurf eingereicht hat, war jedem klar, dass er scheitern muss", kommentierte ESA-President Douglas Lowenstein. Dass dennoch ein kostspieliges Gerichtsverfahren angestrebt und auch durchgeführt wurde, war unnötig und kostete den Steuerzahlen hunderttausende Dollar. Sollte Illinois tatsächlich zahlen müssen, will die ESA das Geld in eine Aufklärungskampagne stecken, mit der Eltern über für Kinder geeignete Spiele informiert werden sollen.

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