Die ultimative MCVgamesmarkt-Umfrage
Die Rechtschreibreform - Segen für die Schüler oder Schlamassel für alle? Die Gamesbranche hat jedenfalls ihre eigenen Vorschläge bezüglich wichtiger Ausdrücke, die unbedingt in den Duden aufgenommen werden müssten.
Medien und Experten streiten sich über Sinn und Unsinn der Rechtschreibreform. Ein typisches Sommerlochthema eigentlich - wenn es letztendlich nicht um die Zukunft der deutschen Sprache ginge. Selbstverständlich hat die Gamesbranche das rechte Mittel parat: Ein neuer Gamesduden wird eingeführt, der die vielen Fachausdrücke für den Laien verständlich erklärt. Fabian Döhla, PR-Manager von Codemasters, schlägt "EA" für die Aufnahme in den Gamesduden vor. Als Erklärung für den Begriff kommt für ihn nur eins in Frage: "The biggest is not the greatest" - womit er sich eines legendären verbalen Ausrutschers des EA-Chefs bedient. Wichtiger Bestandteil des neuen Gamesdudens ist laut Döhla auch der Eintrag "Game Over". Diese Bildschirmanzeige könnte zum Beispiel auf den Aktienkurs von Borussia Dortmund oder auf die berufliche Zukunft ehemaliger DSDS-Sternchen gemünzt werden, wie Döhla süffisant meint.
Daniel Dumont von Ascaron, Producer von "Vermeer 2" und "Port Royale 2", ist strikt dagegen, die Rechtschreibreform noch mal umzuschmeißen. "Klar, so wahnsinnig ausgegoren ist sie nicht, es musste ja damals jeder Hanswurst mitreden", gibt er aber zu.
Ein Verfechter des neuen Gamesdudens ist Efthimios Sidiropoulos, Produktgruppenmanager McMedia. Er will endlich von der Spieleindustrie wissen, was Releaseliste wirklich bedeutet: "Dem Laien müssen wir immer sagen, dass es sich hierbei um eine Ansammlung von Veröffentlichungsterminen handelt, die sich täglich ändern können."