dmmv gegen geplantes Anti-Dialer-Gesetz
Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) tritt gegen das geplante Gesetz zur Bekämpfung des Missbrauchs von 0190er-Nummern auf. Man befürchtet eine Gefährdung seriöser Anbieter.
Der Deutscher Multimedia Verband (dmmv) hat sich gegen eine voreilige gesetzliche Regelung zur Bekämpfung des Missbrauchs von 0190/0900-Mehrwertdienstrufnummern ausgesprochen. Frederike Behrends, Leiterin des dmmv-Arbeitskreises Medienpolitik, befürchtet, dass durch das geplante Maßnahmenpaket seriöse Anbieter eingeschränkt und sogar in ihrer Existenz gefährdet würden. Laut Behrends würde der Entwurf einen enormen technischen und logistischen Aufwand bedeuten. Zudem wäre er kaum innerhalb der gesetzten Frist umzusetzen. Der dmmv forderte daher Klarstellungen im Entwurf, unter Berücksichtigung der zahlreichen Einwände. Grundsätzlich ist eine Eindämmung des Missbrauchs der Mehrfachrufnummern laut dmmv aber unumgänglich, zumal man sich dadurch auch eine gesteigerte Akzeptanz der Nummern auf Verbraucherseite erwartet. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre für den dmmv die Einrichtung einer zentralen Rufnummerndatenbank, die den Kunden Informationen zu den jeweiligen Anbietern biete.