Laut einem "Spiegel Online"-Artikel könnte es neben einer Kanzlerrunde zur Diskussion über Fernsehgewalt auch zu einem gesonderten Kanzlertreffen für die Produzenten von Videospielen kommen: Der Grund: Die TV-Macher wollen nicht mit "solchen Verbrechern" an einem Tisch sitzen.

Im Zuge der Diskussion über Gewaltdarstellung in Medien hat Bundeskanzler Gerhard Schröder Vertreter der deutschen TV-Landschaft ins Kanzleramt eingeladen. Wie "Spiegel Online" berichtet, kam es dabei weniger zu greifbaren Lösungen. Doch stehe nun die Idee eines "Runden Tischs gegen Fernsehgewalt" im Raum. Teilnehmen sollen außer den TV-Machern und Vertretern der Landesmedienanstalten auch Internetanbieter wie AOL oder die Telekom. Auch Videoproduzenten sollen eingeladen werden. Für die Anbieter von Videospielen solle möglicherweise ein eigenes Kanzlertreffen organisiert werden, schreibt "Spiegel Online". Den Grund verriet Jürgen Doetz, Präsident des Verbands Privater Rundfunk und Telekommunikation, dem Onlinemagazin: Einige Fernsehmacher wollten mit "solchen Verbrechern" nicht an einem Tisch zusammenkommen. Dieser Schuss könnte jedoch nach hinten losgehen: Schließlich sind im Unterhaltungssoftwaremarkt auch diverse Töchter internationaler Medienkonzerne aktiv, wie Sony, Vivendi Universal, Disney, Warner, Fox, BMG oder LucasArts. Selbst RTL und SAT.1 profitieren durch diverse Kooperationen von den Umsätzen mit Spielen.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.