Nach Ansicht von Analysten wird Frankreich Ende dieses Jahres das europäische Land mit den meisten DSL-Anschlüssen sein. Im Gegensatz zum Noch-Spitzenreiter Deutschland ist Highspeed-Internet im Nachbarland zu erschwinglichen Preisen zu haben.

Frankreich ist einer der am stärksten wachsenden DSL-Märkte in Europa, alleine im vergangenen Jahr betrug die Wachstumsrate bei Highspeed-Anschlüssen 120 Prozent. Anfang 2004 hatten 4,1 Mio. französische Haushalte einen DSL-Anschluss. Nach Ansicht eines Analysten der Londoner Marktforschungsgesellschaft Ovum wird Frankreich Ende dieses Jahres das europäische Land mit den meisten DSL-Anschlüssen sein. Den Spitzenplatz mit ca. 4,5 Mio. DSL-Haushalten belegt zur Zeit noch Deutschland, liegt aber anteilsmäßig EU-weit lediglich im Mittelfeld und wächst deutlich langsamer als andere Länder. Als Hauptgrund dafür gelten vor allem die verhältnismäßig hohen Preise. In Frankreich sieht das Szenario anders aus: So hat die französische Regulierungsbehörde ART dem ehemaligen Monopolisten France Télécom vergleichsweise niedrige Preise auferlegt, zu denen das Unternehmen die Telefonleitung zum Endkunden an Konkurrenten vermieten muss. Darüber hinaus versuchen die französischen DSL-Anbieter sich mit Kampfpreisen zu unterbieten. Die France-Télécom-Tochter Wannadoo beispielsweise hat seine Preise kürzlich wieder gesenkt.

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