Mit zwei neuen Titeln - dem bereits erschienenen "Heroes Of Might And Magic V" und "Dark Messiah Of Might And Magic" - will Ubisoft der altgedienten Marke zu neuem Glanz verhelfen.

"Might And Magic" ist tot, es lebe "Might And Magic". Das bekannte Universum der Fantasyreihe ist Vergangenheit, denn zu viele Ideengeber hatten in den vergangenen 15 Jahren zu viel an der Welt herumgedoktert. Mit Erscheinen des fünften Teils von "Heroes Of Might And Magic" wurde nun ein neues Reich geschaffen, in dem Gamer künftig auf Abenteuerreise gehen.

Auf diese Weise werden mögliche Plotfehler, die insbesondere der aufgeweckten Community auffallen könnten, vermieden. "Dark Messiah Of Might And Magic" ("DM Of MaM") spielt somit ebenfalls in der neuen Welt, die Ashan getauft wurde und sich an Tolkiens Werken orientiert.

Fantasyrollenspiel trifft Egoshooter

Mit den Arkane Studios nahmen sich echte Kenner des Stoffes an: Das 2002 erschienene, von Arkane entwickelte "Arx Fatalis" galt damals als würdigster "Ultima Underworld"-Nachfolger. "Dark Messiah" positioniert sich jedoch nicht als klassisches Rollenspiel, sondern enthält nur gewisse RPG-Elemente, etwa die Charakterentwicklung, und integriert diese in einen Egoshooter.

Aus der First-Person-Perspektive macht sich der Spieler 18 Jahre nach den Ereignissen von "Heroes Of Might & Magic V" auf, das Land zu retten, Monster zu töten und schließlich das Eintreten einer Prophezeiung um den "Dark Messiah" zu verhindern. In der Rolle von Sareth, der in der Kunst der Magie und des Kampfs unterwiesen wurde, geht es durch zwölf actionreiche Level, wobei die beliebte Haudrauftaktik nicht immer die beste ist.

Taktische Finessen

Dank der Havok-Physik-Engine darf die Spielwelt in die taktischen Überlegungen und Kämpfe mit einbezogen werden. Beispiel: Anstatt einen gegnerischen Ork mit einem Axthieb zu erledigen, könnte auch ein Feuerball gegen eine nahe Statue geschleudert werden, die daraufhin umfällt und den Gegner unter sich begräbt. Solche Aktionen sind sehenswert animiert und wirken absolut wirklichkeitsgetreu.

Jedoch muss nicht immer die Keule geschwungen oder in der Zauberkiste gekramt werden. Auch Spieler, die lieber behutsam vorgehen, werden von "DM of MaM" bedient. Als Assasine, der sich von hinten anschleicht und die üblen Schergen lautlos zur Strecke bringt, kann das Levelende ebenfalls erreicht werden.

Reibungsloses Handling

Egal, für welche Art sich der Gamer entscheidet, ausschlaggebend für größten Spielspaß ist gerade in diesem Genre die Steuerung. Hier setzt Arkane Maßstäbe. Die Mausbedienung ist eingängig und funktioniert selbst in stressigen Situationen reibungslos: Durch das Inventar, die Waffen und Zaubersprüche wird flott mit dem Mausrad gescrollt, einzelne Aktionen mit kurzem oder längerem Klick initiiert. So steht denn auch Multiplayereinsätzen nichts mehr im Weg: "Battlefield 2" wurde nicht zuletzt dank der guten Spielmechanik zum Hit unter Shooterfreunden.

"DM of MaM" könnte sich ähnlich entwickeln, denn die Rahmenbedingungen scheinen dank des speziell für den Mehrspielerpart engagierten Entwicklerteams von Kuju Entertainment vorhanden: 32 Spieler dürfen pro Karte in zahlreichen bekannten Modi wie Deathmatch antreten. Hinzu kommt der neue "Crusade"-Modus, der sich an das Klassensystem von "Battlefield 1942" anlehnt und eine Entwicklung des Charakters zulässt. "DM of MaM" erscheint im Oktober exklusiv für PC und wird auf der GC in Leipzig am Stand von Ubisoft (Halle 3, B02) präsentiert.

Romain de Waubert, Producer von "DM Of MaM"

» Welche Features machen "DM Of MaM" zu einem besonderen Titel?

In erster Linie liegt die Besonderheit in der Tatsache, das es bisher kein ähnliches Spiel gibt. Natürlich bedienen wir uns bei anderen Genres, aber die Mixtur wird schließlich einzigartig sein. An einem gewissen Punkt in der Entwicklung stellten wir auch fest, dass einige Features, über die wir nachgedacht haben, ohne Referenz sind.

Im Klartext: Ich glaube fest daran, dass die Spieler beeindruckt sein werden von dem fordernden First-Person-Kampfsystem, der starken Physikengine und der lebendigen Welt von "MaM". Das coolste Feature ist sicherlich die große Freiheit, die der Spieler genießt. Er spielt auf die Weise, die ihm liegt. So hat etwa jede Waffe andere Eigenschaften. Uns hat das Herumexperimentieren Spaß gemacht: verschiedene Elemente zusammenzufügen und zu schauen, was passiert.

» Mit Ashan führen Sie eine neue Welt ein. Was haben Sie mit ihr noch vor?

Wir haben das "MaM"-Universum komplett überarbeitet, damit es in sich logisch und ausgereifter wird. Die Welt ist nicht fest mit einem bestimmten Genre verknüpft: Sie kann als Hintergrund eines Shooters, eines rundenbasierten RPG, eines RTS, eines MMORPG dienen … Das Universum verfügt über genügend Tiefgang, um als Leinwand für ein RGP zu dienen, das einen starken Hintergrund benötigt. Auf der anderen Seite, denken wir, dass das "MaM"-Universum mehr als genug Potenzial aufweist, um auch Actionspiele mit einer spannenden Story zu versorgen.

» Welche Marketingmaßnahmen werden zum Release umgesetzt?

Wir haben die Communityarbeit als wichtigste Säule unseres Marketingplans identifiziert, d.h. mehrstufige Onlinekampagnen zur Demo, zum Multiplayer-Betatest und zum Release selbst. Sowohl die Demo als auch die Open Beta dienen als wichtige Community-Tools sechs bis acht Wochen vor der Veröffentlichung.

Auch ein Mod-Kit wird bereits vor Release ausgeliefert. Hinzu kommen mehrmonatig geschaltete Anzeigenkampagnen in allen relevanten Magazinen sowie ein großes Event auf der GC am NGL-Stand für Multiplayer und am Ubisoft-Stand für Einzelspieler.

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