E3 zeigt Spiele ohne Grenzen
Auch die neunte Ausgabe der Electronic Entertainment Expo, die vom 14. bis 16. Mai in Los Angeles stattfand, war wieder ein voller Erfolg. Über 400 Aussteller zogen 62.000 Fachbesucher aus über 80 Ländern in ihren Bann. Allein 1350 Computer- und Videospiele wurden laut Veranstalter zum ersten Mal gezeigt.
Welch ein Kontrastprogramm! Während sich der deutsche Markt für Unterhaltungssoftware 2002 erneut rückläufig entwickelte und seitens des Gesetzgebers immer stärkeren Reglementierungen unterworfen ist, feierte der US-amerikanische Industrieverband und E3-Veranstalter IDSA PC- und Videospiele mit einer Show, die ihresgleichen sucht. Ob in Tageszeitungen, TV-Nachrichten, im Radio oder auf den reichlich vorhandenen Werbeflächen in L.A. - PC- und Videospiele waren vor und während der E3 omnipräsent, allen voran Ataris "Enter The Matrix", das durch den gleichzeitigen US-Kinostart von "Matrix Reloaded" zusätzlich begünstigt wurde.
Große Show, keine Sensationen
Umso überraschter waren die Fachbesucher, als ihnen die Matrix auch am Stand von Ubi Soft begegnete, die für 2004 "The Matrix Online" ankündigten, was angesichts der Bedeutung des Titels für Atari bei Bruno Bonnell auf wenig Gegenliebe gestoßen sein dürfte. Doch längst nicht nur "Matrix" stand im Fokus des Besucherinteresses, die Gesamtzahl der auf der E3 gezeigten Produkthighlights war enorm: Neben dem gewohnt starken Portfolio von EA und dem sehr guten Activision-Line-up waren insbesondere "Halo 2", "Half-Life 2", "Metal Gear Solid", aber auch "Tron 2.0" Publikumsmagneten. Die heißesten News kamen jedoch von Seiten der Hardwarehersteller.