Electronic Arts und Nintendo haben eine Aufklärungskampagne für mehr Medienkompetenz bei Pädagogen und Eltern gestartet. Die Initiative mit dem Namen "Spielraum" soll über Inhalte und Formen der Computer- und Videospiele aufklären.

Electronic Arts (EA) und Nintendo haben eine Initiative namens "Spielraum" ins Leben gerufen, mit der die Medienkompetenz bei Eltern und Lehrern gesteigert werden soll. Mit aufklärenden Aktionen und Informationen will "Spielraum" diese Zielgruppen mit Computer- und Videospielen vertraut machen, um einer pauschalen Verurteilung von Bildschirmspielen seitens der Erziehungsberechtigten und Pädagogen vorzubeugen.

Auf der GC - Games Convention hat Prof. Dr. Jürgen Fritz von der Fachhochschule Köln eine in Zusammenarbeit mit EA und Nintendo durchgeführte Studie vorgestellt. Es wurden insgesamt 400 Pädagogen und 700 Eltern befragt. Mehr als 50 Prozent der Lehrer ist laut der Studie an Informationen über Computer- und Videospiele interessiert. Insbesondere sind Informationen über positive und negative Auswirkungen von Games für sie relevant. Informationen über den Jugendschutz sind ebenfalls sehr gefragt. Für wichtig halten die Pädagogen auch Vorschläge zur Einsetzbarkeit von Videospielen im Unterricht. Vielen ist auch nicht klar, warum Videospiele bei Kindern so beliebt sind. Den Eltern stellen sich ähnliche Fragen: Neben Informationen über die Folgen des Spielens am Bildschirm wünschen sie sich, mehr Tipps über den Umgang mit dem Medium in der Familie zu erhalten. Der Informationsbedarf variierte je nach Erfahrungsstand der Eltern. Je mehr Erfahrungen sie bisher sammeln konnten, desto höher war auch das Interesse an Informationen zu Bildschirmspielen.

Die Informationslücken bei Eltern und Lehrern will "Spielraum" durch Fortbildungsangebote und Workshops schließen. Auch sollen Videospiele zum Unterrichtsgegenstand gemacht werden, um die Schüler über die ethischen, wirtschaftlichen und technischen Aspekte der Bildschirmspiele aufzuklären. "Wir möchten Möglichkeiten des Austauschs und der Begegnung zwischen den Generationen, zwischen Gamern und Nicht-Gamern schaffen und zwar auf der Basis des gegenseitigen Respekts und des gegenseitigen Verständnisses", erklärte Bernd Fakesch General Manager Nintendo Deutschland.

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