EA verzeichnet stärkstes zweites Quartal der Firmengeschichte
Electronic Arts steigerte Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal um 60 Prozent. "Apex Legends" setzte neue Höchstmarken. Betatest bestätigt enormes Interesse an "Battlefield 2042".
Electronic Arts hat das bisher stärkste zweite Quartal der Firmengeschichte im aktuellen Geschäftsbericht gemeldet. Im Zeitraum Juli bis September 2021 stieg der Nettoumsatz auf 1,58 Milliarden Euro. Im Vorjahr standen 994 Millionen Euro unter dem Strich. Die Nettobuchungen haben sich im Vorjahresvergleich mehr als verdoppelt und beliefen sich auf 1,6 Milliarden Euro. Ungefähr zwei Drittel der Nettobuchungen entfallen auf Live Services bzw. Game-As-A-Service-Titel, ein Drittel auf den Verkauf von Vollversionen. Der Nettogewinn stieg um 60 Prozent auf 254 Millionen Euro.
Die Ergebnisse des zweiten Quartals veranlassten das Unternehmen dazu, die Umsatzprognose für das Gesamtgeschäftsjahr von 5,93 Milliarden Euro auf fast 6 Milliarden Euro anzuheben. Die Prognose für den Nettogewinn wurde von 395 Millionen Euro auf 505 Millionen Euro angehoben.
"Apex Legends" setzte in Season 9 und Season 10 jeweils neue Höchstmarken bei den aktiven SpielerInnen, auch die erste Season wurde übertroffen. Konkrete Nutzungszahlen wurden nicht genannt. Während Season 10 wurden auf Twitch mehr als 130 Millionen Stunden Apex-Legends-Inhalte geschaut und damit mehr als 40 Prozent im Vergleich zur vorherigen Season. Seit der Veröffentlichung des Battle-Royale-Shooters stehen 1,4 Milliarden Euro an Nettobuchungen unter dem Strich. Ende März 2021 lag diese Summe noch bei 866 Millionen Euro. Saisonale Inhalte und regelmäßige Updates fördern das Engagement der Spieler und sind für eine erfolgreiche Monetarisierung wichtig, hieß es bei der Investorenkonferenz.
7,7 Millionen SpielerInnen haben an der Open Beta und 3,1 Millionen an der Early-Access-Phase von "Battlefield 2042" teilgenommen. Kein anderes EA-Spiel verzeichnete so hohe Spielerzahlen im Early Access. Early-Access-Zugang hatten Vorbesteller der Vollversion und alle aktuellen EA-Play-Mitglieder. Laut CEO Andrew Wilson fielen die Rückmeldungen zu der finalen Testphase des Multiplayer-Shooters "überwältigend positiv" aus, vor dem Hintergrund, dass eine ältere Version des Shooters öffentlich getestet wurde. "Also, wir fühlen uns damit wirklich gut. Ich denke, wenn man sich die Early-Access-Zahlen anschaut und die Spielerzahlen allgemein, dann sollte man daraus eine enorme Nachfrage ableiten", meinte er. Die Trend-Indikatoren sollen ebenfalls auf ein höheres Interesse als an "Battlefield 5" hindeuten.
Die Anzahl der SpielerInnen von "FIFA 22" sind im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent gestiegen. "Wir haben mit dem neuen Titel den stärksten Start aller Zeiten hingelegt", ergänzte CFO Blake Jorgensen. Bei den Serien-Neulingen, also bei SpielerInnen, die bisher kein Spiel aus der FIFA-Reihe gekauft hatten, stieg die relative Anzahl um fast 50 Prozent. Das Nutzer-Engagement bei "FIFA Ultimate Team" wuchs um 15 Prozent im Vorjahresvergleich.
Im Mobile-Bereich werden der Abschluss der Übernahme von Playdemic, der Ausbau des Portfolios auf 15 Top-Live-Spiele und mehr als 100 Millionen NutzerInnen bei "Star Wars: Galaxy of Heroes" hervorgehoben.