Handel setzt auf GC

Wenig spektakulär, dafür aber gewohnt laut, schrill und bunt war die E3 2003. Erneut bot das Gamesmekka wieder hunderte von Spielehighlights, die sich in der Qualität immer weniger unterscheiden, in der gezeigten Form aber bei weitem nicht alle den deutschen Markt zu Gesicht bekommen werden. Dafür sorgt schon unser Jugendschutz. Sicher ist dennoch, dass sich der hiesige Handel auch fürs kommende Herbst- und Weihnachtsgeschäft wieder auf einen Produktansturm einstellen darf, der das letzte Saisongeschäft noch in den Schatten stellen wird.

Natürlich wäre die E3 nicht die E3, wenn sie nicht wieder mit viel versprechenden Ankündigungen aufgewartet hätte, für deren Praxisfähigkeit und Akzeptanz aber noch der Beweis aussteht. Das gilt insbesondere für Nokias Engagement in Sachen N-Gage, dessen Preispunkte für Hard- und Software, gelinde gesagt, stolz sind. Überraschend kam für viele die Nachricht von Sony, mit einem eigenen Handheld die Spielewelt zu beglücken, was Nintendo sehr wohl unter Druck setzen dürfte, die in diesem Segment bislang keinen Wettbewerb gewohnt waren und aktuell lieber auf die Game-Boy-Connectivity setzen.

Dafür will sich Sony nun ernsthaft die Onlinewelt vorknöpfen, während Microsoft mit einigen beeindruckenden News rund um Xbox und Xbox-Live überzeugte. Last but not least war die E3 noch für eine weitere Erkenntnis gut: Für den deutschen Handel, der in L. A. kaum vertreten war, hat sich die GC als Leitmesse für Unterhaltungssoftware etabliert.

Harald Hesse Chefredakteur [mailto:h.hesse@e-media.de@@@h.hesse@e-media.de]

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