Nachfolger sucht Fortsetzung

Rund 1300 PC- und Konsolenneuheiten stellt der Messeveranstalter IDSA den E3-Besuchern aus allen Teilen der Welt - darunter auch das alte Europa - in Aussicht. Angesichts dieser schieren Masse dürfte es selbst leidgeprüften Journalisten schwer fallen, die potenziellen Blockbuster und möglichen Flops von morgen in ihrer Gesamtheit zu erfassen - wer alles gesehen haben will, müsste sich rein rechnerisch jede Minute einen neuen Titel zu Gemüte führen.

Eine gewisse Orientierungshilfe liefern da die Publisher selbst, indem sie mit neu zusammengesetzten Versatzstücken bewährter Gameplaykonzepte sowie diversen Sequels aufwarten. Stellvertretend für todsichere Hits seien "Half-Life 2" und "Doom 3" genannt. Auch wenn Nachfolger von Fortsetzungen in der Regel leidlich spannend sind, anregend dürfte die diesjährige Messe dennoch vor allem für deutsche Fachbesucher werden, denn nicht nur oben genannte Actionspiele laden förmlich dazu ein, über Sinn und Unsinn des neuen Jugendschutzgesetzes zu diskutieren.

Und welcher Meeting Point wäre da besser geeignet als die E3? Schließlich begegnet man (mitunter nur hier!) mit schöner Regelmäßigkeit Branchenvertretern aus dem eigenen Land oder gar der eigenen Stadt. Das trifft in diesem Jahr allerdings nicht auf beispielsweise die deutschen Mitarbeiter von Sony Computer Entertainment und eine Vielzahl von Fachhändlern zu. Deren Abwesenheit ist zwar bedauerlich, aber nachvollziehbar. Denn in Wahrheit geht die Post nicht etwa in Los Angeles ab, sondern in Leipzig - das übrigens auch im alten Europa liegt. Darauf einen beherzten Schluck "Yager"-Tee!

Michael Schmitz Ressortleiter Games [mailto:m.schmitz@e-media.de@@@m.schmitz@e-media.de]

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