Angebot mit Folgen?

Der Preis ist heiß, besser gesagt - war heiß. So mancher Konsolenfreund dürfte beim Blick in den jüngsten Werbeprospekt des Media Markt Krefeld Augen so groß wie die der aus japanischen Mangacomics bekannten Charaktere gemacht haben. Wurde eine PlayStation 2-Konsole doch für sage und schreibe 79 Euro beworben. Sicher, es war ein Versehen. Doch auch wenn eigentlich ein Bild der PSone neben der 79 hätte prangen sollen, verkauft wurde Sonys Next-Generation-Prachtstück trotzdem für den ausgewiesenen Schleuderpreis.

Warum auch nicht? Es dürfte wohl kaum einen Kunden gegeben haben, der sich nicht über das sensationelle Angebot gefreut hat. Und selbst der umliegende Facheinzelhandel, normalerweise Opfer jeder Elektromarktsonderaktion, könnte vom Druckfehler profitiert haben, vorausgesetzt, er hat die einmaligen Konditionen made by Großhändler Media Markt zum "Bestellen" genutzt.

Last but not least dürfte die 79-Euro-Konsole sogar Manfred Gerdes, der gewöhnlich gebetsmühlenartig vor den Langzeitfolgen zu aggressiver Preisaktionen warnt, ein Lächeln entlockt haben. Schließlich haben die zahlreich angereisten Journalisten und Kamerateams nicht nur über das Krefelder Layout-Missgeschick, sondern auch über die PS2 berichtet. Verbraucherfreude hin, PR-Segen her, die unfreiwillige Aktion hat einmal mehr die Frage nach dem Pricing aufgeworfen.

Doch selbst wenn es vorerst Spekulation bleibt, wie viele Units ein niedrigerer Preis tatsächlich bewegen würde, diese Debatte war und ist in der Branche immer ein heiß diskutiertes Thema.

Stephan Steininger Redaktion GamesMarkt.de [mailto:s.steininger@e-media.de@@@s.steininger@e-media.de]

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