Eidos dementiert Übernahme
Eidos hat für das laufende Geschäftsjahr eine Gewinnwarnung herausgegeben. Verantwortlich seien niedrigere Nachorder, vor allem im wichtigen US-Markt. Parallel nutzte Eidos die Gelegenheit, um die Übernahmegerüchte zu dementieren.
Obwohl der Verkaufsstart von "Hitman: Contracts" weltweit als gelungen zu werten ist, hat der britische Publisher Eidos eine Gewinnwarnung herausgeben müssen. Als Grund gab Eidos an, dass die Zahl der Nachbestellungen voraussichtlich deutlich unter den Erwartungen bleiben wird. Vor allem der wichtige US-Markt sei derzeit sehr schwach. Insgesamt könnten weltweit geplante Nachorders von bis zu 700.000 Units ausbleiben. Wie sich dies konkret auf die Bilanz auswirken wird, sei aber von verschiedenen weiteren Faktoren abhängig. Die Jahresbilanz für das laufende Geschäftsjahr, das am 30. Juni endet, will Eidos Anfang September vorlegen.
Parallel zur Gewinnwarnung wies Eidos Medienberichte zurück, wonach dem Management ein Übernahmeangebot eines nicht genannten Unternehmens vorliegt. Weder gibt es ein solches Angebot noch sind Gespräche über mögliche Angebote geplant, hieß es dazu aus der Firmenzentrale. Dementiert hat auch der US-Eidos-Chef Rob Dyer gegenüber "GameSpot", dass die Financial Services Authority, eine anerkannte, unabhängige Finanzaufsichtsorganisation in Großbritannien, Ermittlungen gegen Eidos erwäge. Bezüglich der Entwicklung des US-Markts bestätigte Dyer die derzeit schwierige Situation. Nach den rückläufigen Umsatzzahlen im April sei lediglich die PS2-Preisreduzierung in den USA ein Hoffnungsschimmer. "Wenn Sony einen Schnupfen hat, bekommen wir eine Lungenentzündung", beschrieb Dyer die Abhängigkeit der Third-Partys.