Electronics & Games pushen Sonys Quartalsbilanz
Der Sony-Konzern hat die Bilanz für das 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. Das Geschäft mit PlayStation 2 hat sich demnach beeindruckend entwickelt. Insgesamt 8,29 Mio. PS2-Konsolen und 42 Mio. Softwaretitel wurden von Juli bis Ende September ausgeliefert.
Der Sony-Konzern konnte im zweiten Geschäftsjahresquartal, das am 30. September endete, enorme Fortschritte beim operativen sowie beim Nettoergebnis erzielen. Insgesamt erwirtschaftete Sony im Berichtszeitraum einen Umsatz von 1,789 Billionen Yen (umgerechnet 14,68 Mrd. Euro). Obwohl dies nur einem Umsatzplus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, konnte Sony einen operativen Gewinn von 50,5 Mrd. Yen oder 414 Mio. Euro verbuchen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Wert noch im roten Bereich gelegen. Damals war Sony auch auf einen Nettogewinn von nur 0,6 Mrd. Yen gekommen (rund fünf Mio. Euro).
Verglichen mit dem Nettogewinn aus dem 2. Quartal 2002, der bei 48,8 Mrd. Yen oder 400 Mio. Euro liegt, kam eine sensationelle Steigerung von fast 8000 Prozent zustande. Zu verdanken sei das gute Ergebnis vor allem zwei Sparten des internationalen Konzerns: Electronics und Games. So konnte beispielsweise die Gamesdivision bei einem Umsatzplus von vergleichsweise geringen 3,1 Prozent den operativen Gewinn um 508 Prozent (!) steigern.
Gewinn mit Games steigt um 508 Prozent
In absoluten Zahlen ausgedrückt erzielte die Unit einen Umsatz von 250,4 Mrd. Yen (2,055 Mrd. Euro) und einen operativen Gewinn von 24,8 Mrd. Yen (203 Mio. Euro). Tendenziell stellte Sony dabei fest, dass sowohl Hardware- als auch Softwareverkäufe in Japan rückläufig waren, dafür in den USA und Europa aber stark angestiegen sind. Insgesamt wurden nach Konzernangaben im 2. Quartal 8,29 Mio. PS2 ausgeliefert. Das sind 3,67 Mio. Konsolen mehr als im Vorjahr. Die Zahl ausgelieferter PSone sank hingegen um 0,9 Mio. auf 1,9 Mio. Units. Das Shipment von PS2-Software - Third-Party-Spiele inbegriffen - explodierte förmlich: Die Auslieferungsmenge stieg um 19,3 Prozent auf jetzt 42 Mio. Von der Original-PlayStation oder PSone wurden immer-hin noch 16 Mio. Units an den Handel ausgeliefert. Das sind nur drei Mio. weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
Für die zweite Geschäftsjahreshälfte hat der Sony-Konzern trotz des guten Abschneidens weitere Restrukturierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen angekündigt. In Japan zeigte man sich besorgt, dass das Vertrauen der Verbraucher weiter sinken und das Wirtschaftsklima sich dadurch weiter verschlechtern könnte. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr wurde dennoch nicht nach unten korrigiert. Eine Korrektur hatte es bereits im Juli gegeben. Neu festgesetzt wurde lediglich der zu erwartende Nettogewinn. Statt einem Plus von 150 Mrd. wird nun unter dem Strich von einem positiven Betrag von 180 Mrd. Yen (1,48 Mrd. Euro) ausgegangen. Dies stehe jedoch nicht mit dem operativen Geschäft in Zusammenhang. Vielmehr seien Steuervorteile berücksichtigt worden, die sich aus der für Dezember geplanten Fusion mit Aiwa ergeben würden.