Epic baut Crossplay-Ambitionen aus, zuerst am PC
Epic Games baut die Crossplay-Dienste der eigenen Online Services weiter aus, zunächst auf PC und später auf anderen Plattformen. Die neuen Crossplay-Tools sollen dafür sorgen, dass Entwickler:innen ihr Spiel und ihre Community plattform- und storeübergreifend besser zusammenbringen können.
Epic hat neue Crossplay-Tools für Entwickler:innen von PC-Spielen veröffentlicht. Sie sollen Crossplay mittels der Epic Online Services nahtlos auf Steam und im Epic Games Store möglich machen, "so dass Steam-Spieler:innen unter mehr als einer halben Milliarde Freund:innen suchen, sich verbinden und spielen können."
Epic umreißt die Funktionen so: "Um es den Spieler:innen zu erleichtern, sich mit Freund:innen über PC-Stores hinweg zu verbinden, enthalten die Epic Online Services ein Overlay, das Steam- und Epic Games-Freunde in einer einzigen Liste zusammenfasst sowie eine Schnittstelle, um nach Freunden zu suchen, Freundschaftsanfragen zu senden und zu empfangen und Multiplayer-Spielsitzungen über Stores hinweg beizutreten." Es wird eine Konto-Verknüpfung beziehungsweise ein Onboarding ohne E-Mails oder Passwortabfragen erwähnt: "Mit nur wenigen Klicks können Steam-Spieler:innen in ein Spiel einsteigen, während unter der Haube ein Epic-Games-Konto für ihr Steam-Konto erstellt wird."
Die Crossplay-Tools sind im Epic Online Services SDK 1.15 enthalten. Die Entwicklung zur nativen Unterstützung weiterer PC-Stores ist in Arbeit, ebenso wie die Unterstützung von macOS und Linux für Desktop-Systeme. Crossplay auf Konsolen und mobilen Plattformen wird später folgen.
Interne Daten hätten laut Epic gezeigt, dass die Integration von Crossplay in "Fortnite", "Rocket League" und "Fall Guys" dazu geführt habe, dass Spieler:innen häufiger spielen würden, wenn sie sich mit ihren Freund:innen zusammenschließen können. Konkrete Daten wurden aber nicht genannt. "Wir sind in der glücklichen Lage, den Wandel in der Branche mit Crossplay-Tools für alle Entwickler:innen voranzutreiben und wir glauben, dass die Verbindung von Freunden und Communities die Spielebranche zu ihrem nächsten großen Wachstumsschub und der nächsten Milliarde Spieler führen wird", so Simon Allaeys, Senior Director of Online Services bei Epic Games.
Marcel Kleffmann