Mit einer Umfrage hat der US-Spieleverband ESA die Freizeitinteressen und -aktivitäten der Computer- und Videospieler untersucht. Die Ergebnisse entkräften das noch immer vorhandene Bild vom Außenseiter und Einzelgänger.

Nicht nur in Deutschland haben Fans von Computer- und Videospielen mit Vorurteilen zu kämpfen. Selbst in den USA, einem Markt in dem Games bereits fest zum Unterhaltungsalltag der Menschen gehören, werden Gamer von Kritikern immer wieder als Außenseiter und Einzelgänger bezeichnet. Um diese Vorurteile einmal zu hinterfragen, hat die Entertainment Software Association (ESA), Verband der US-Spielebranche, bei der Peter Hart Reseach Associaties eine Umfrage in Auftrag gegeben, die das Freizeitverhalten und die Freizeitinteressen der Gamer untersucht.

Und die Ergebnisse sprechen eindeutig gegen die vorherrschende Meinung: So gaben 45 Prozent aller Befragten an, pro Monat im Schnitt für 5,4 Stunden einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachzugehen. 93 Prozent lesen Bücher oder Tageszeitungen und 62 Prozent besuchen des Öfteren kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Theater. 50 Prozent der Befragten wiederum nutzen ihre Freizeit, um zu malen, zu schreiben oder ein Instrument zu spielen.

"Gamer sind überall und sie sind jedermann", fasst Doug Lowenstein, President der ESA, zusammen. "Sie sind Freunde von ihnen, ihre Nachbarn, ihre Arbeitskollegen, ihre Verwandten oder ihre Kinder." Auch das Vorurteil, dass Spielefans zu Übergewicht neigen, sieht Lowenstein durch die Studie entkräftet. Immerhin gaben 79 Prozent der Befragten an, im Schnitt etwa 20 Stunden pro Monat Sport zu treiben. "Fettleibigkeit ist ein ernstes, nationales Problem", so Lowenstein. "Aber es ist gut zu wissen, dass so viele Spieler Sport ausüben und dass ihre Beigeisterung für Spiele sie nicht träge gemacht hat."

Die von der Peter Hart Research Associates durchgeführte Umfrage fand im September 2004 statt. Befragt wurden insgesamt 802 Erwachsene. Die ESA bemüht sich bereits seit längerem mittels regelmäßiger Umfragen unter anderem zur Alters- und Geschlechterstruktur von Gamern aber auch mit Erhebungen über ihr Freizeitverhalten Vorurteile zu entkräften.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
Jumpgate Signs Publishing Agreement With Daedalic for New Strategy Game
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By Marcel Kleffmann 2 min read