Bereits einen Tag nach dem Amoklauf von Emsdetten waren Computerspiele erneut in die öffentliche Kritik geraten. Jetzt bezieht der Deutsche eSport-Bund repräsentativ für mehr als eine Million Spieler Gegenposition.

Nachdem Computerspiele und ihre Auswirkungen in Folge des Amoklaufs von Emsdetten erneut in die Kritik der Öffentlichkeit geraten, nimmt der Deutsche eSport-Bund (ESB) nun Stellung zu den Vorwürfen. "Wir betrachten Spiele nicht als Ursache von Problemen, sondern sind vielmehr davon überzeugt, dass soziale Probleme Einzelner nicht mit dem Nutzen von Computerspielen erklärt werden können", fasst Frank Sliwka, Geschäftsführer des Deutscher eSport-Bund, zusammen. Zudem sei überhöhter Medienkonsum, ob vor dem Fernseher oder dem Computer, lediglich ein Symptom für soziale Isolation, keinesfalls Auslöser oder Katalysator dafür, stellt Sliwka weiter fest.

Der ESB prangert im Gegenzug Erziehungsdefizite, Perspektivlosigkeit und fehlende soziale Integration als Gründe dafür an, warum ein junger Mensch im Kern negativ geprägt wird. Medien und Öffentlichkeit werden des Weiteren aufgefordert, nicht weiter unreflektiert Computer- und Videospiele sowie Spieler als Sündenbock für eine verfehlte Sozial-, Familien-, und Jugendpolitik heranzuziehen. Es seien politische Rahmenbedingungen erforderlich, um die Medienkompetenz der Eltern, Pädagogen und Jugendlichen zu erhöhen, fordert der Deutsche eSport-Bund außerdem. Dabei vertritt der ESB die E-Sport-Ligen und Organisationen Electronic Sports League (ESL), Netzstatt Gaming League (NGL), World Cyber Games (WCG), Freaks 4U, GIGA, mTw sowie readmore und repräsentiert somit über eine Million Spieler deutschlandweit.

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