EU-Kommission leitet Kartellverfahren gegen Nintendo ein
Die EU-Kommission hat gegen Nintendo und sieben Vertriebsfirmen wegen unfairer Wettbewerbspraktiken ein Kartellverfahren eingeleitet.
Die EU-Kommission hat gegen Nintendo und sieben Vertriebsfirmen wegen unfairer Wettbewerbspraktiken ein Kartellverfahren eingeleitet. In der Begründung von EU-Kommissar Mario Monti heißt es, Nintendo halte die Preise für Konsolen und Spiele künstlich hoch; der Anbieter und seine Vertriebspartner hätten sich den europäischen Markt kartellähnlich aufgeteilt. Parallelimporte von einem Land zum anderen würden unterbunden, wobei die Preisunterschiede zwischen den Ländern zum Teil bei hundert Prozent lägen. Einzelhändlern werde es erschwert, einen größeren Wettbewerb über den Preis zu führen. Nintendo hat nun zwei Monate Zeit, auf die Vorwürfe zu reagieren. Erst dann wird in Brüssel über ein mögliches Bußgeld entschieden, das im schlimmsten Fall zehn Prozent des Umsatzes beträgt.