In Europa werden mittelfristig 20 Prozent der Haushalte keinen Zugang zum Breitband haben. In Dublin berieten gestern die EU-Telekommunikationsminister über Lösungen.

Breitbandzugänge spielen in modernen Gesellschaften eine immer wichtigere Rolle als Kommunikations- und Distributionskanal. Trotz stark steigender Breitbandanschlüsse über DSL und TV-Kabel werden auch nach 2006 mindestens 20 Prozent aller EU-Haushalte ohne Breitbandanschlussmöglichkeit sein, weil sie beispielsweise in ländlichen Regionen liegen. In Deutschland sind davon zwischen vier und fünf Mio. Haushalte betroffen. Gestern diskutierten die EU-Telekommunikationsminister mit Unternehmensvertretern in Dublin, wie diese digitale Kluft überbrückt werden kann. Dabei wiesen die Satellitenbetreiber darauf hin, dass mit dem Satelliten Alternativen zu DSL und Kabel bereits bestehen. Zum Empfang von Inhalten via Satellit braucht der Nutzer eine PC-Karte und ein Modem oder ISDN für den Rückkanal. Derzeit wird an der Zwei-Wege-Lösungen via Satellit gearbeitet, die ohne Modem bzw. IDSN als Rückkanal auskommt.

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