Einige ehemalige Entwickler des internen Sunflowers-Team haben sich selbständig gemacht und eine neue Developmentfirma gegründet. Noch in diesem Jahr will ihre Limbic Entertainment einen Publishingvertrag für ein erstes Vollpreisspiel unterzeichnen.

John Romero hat es ebenso getan wie Peter Molyneux oder Sid Meyer. Alle drei haben sich nach einer Zeit als Festangestellte bei einem großen Studio selbständig gemacht und ihre eigene Firma gegründet. Auch in Deutschland ist das keine Ausnahme. So hatten sich seinerzeit auch die Entwickler des "Bundesligamanager" nach der Trennung von Software 2000 zu heartline zusammengefunden und den "Kicker" produziert. Nun machen eine Reihe ehemaliger Sunflowers-Mitarbeiter aus der Not eine Tugend. Demnächst soll eine eigenständige GmbH, die Limbic Entertainment, gegründet werden.

Insgesamt zwölf Mitarbeiter wird die neue Firma zu Beginn haben. "Als professionelles und eingespieltes Team ist es unser Ziel, auch weiterhin qualitativ hochwertige Unterhaltungssoftware zu entwickeln", definiert Stephan Winter, Mitgründer des neuen Unternehmens, das Firmenziel. Damit ist klar: Das Team will auch künftig für den Markt der Vollpreisspiele entwickeln. Ein erstes Projekt sei bereits in Vorbereitung, heißt es aus Frankfurt. Detailinformationen wurden jedoch noch nicht genannt.

Allerdings will das junge Developer-Unternehmen noch in diesem Jahr einen Publishingvertrag für das Spiel abschließen. Neben dem Vollpreismarkt will sich das Kreativteam, das unter anderem an Spielen wie "TechnoMage" und "Anno 1503" mitarbeitete, ein weiteres Standbein aufbauen. So sollen auch Projekte im lukrativen Casual Games-Bereich realisiert werden. Die Strategie gleicht also jener von anderen etablierten deutschen Entwicklern wie Westka: Mit Auftragsarbeiten und kleineren Projekten werden die Großprojekte mit finanziert.

Winter geht mit viel Optimismus ans Werk: "Mit unserer Begeisterung für Spiele, Ideenreichtum und riesigem Spaß an neuartigen Konzepten können wir in Zukunft viel bewegen", meint er. Bereits in den kommenden Monaten sollen die Entwicklungskapazitäten stetig ausgebaut werden, vorrangig in den Fachbereichen Grafik und Programmierung.

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