Thomas Feibel hat sein neues Buch "Internet-Generation" veröffentlicht. Der Autor stellt dabei Eltern und Lehrern ein Armutszeugnis aus. Nur ein geringer Prozentsatz von ihnen wisse wirklich, wie sich Kinder und Jugendliche mit dem Computer die Zeit vertreiben.

Kinder werden im Umgang mit neuen Medien von Erwachsenen zunehmend allein gelassen. Zu diesem Ergebnis kommt Thomas Feibel in seinem neuen Buch "Internet-Generation", das nun erschienen ist und bereits eine kontroverse Diskussion um Computer und Internet entfacht hat. Der Medienexperte beantwortet in seinem Werk Fragen wie: "Welche Rolle spielt die Industrie?" und "Was denken die Webkids?". Feibel schrieb das Buch in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Marktforschungsinstitut EARSandEYES. "Internet-Generation" basiert auf einer Studie, für die das Institut insgesamt 1021 Kinder und Jugendliche befragte. Auszüge aus "Internet-Generation": Nach Angaben von Kindern und Jugendlichen suchen nur neun Prozent der Eltern Computerspiele für sie aus. 35 Prozent der Erwachsenen kennen die Games gar nicht, 41 Prozent schauen sich die Spiele zwar kurz an, interessieren sich aber nicht wirklich dafür. Auch den Lehrern wird mangelndes Know-how bescheinigt. Ihr Fachwissen über PC und Internet beurteilten 31 Prozent der Befragten als nicht ausreichend; 34 Prozent schätzten, dass es zum Teil reicht. Nur 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen halten das Wissen der Lehrer für ausreichend. "Die Kinder sind im Internet allein unterwegs. Die Eltern haben sich praktisch abgemeldet, da sie sich mit dem neuen Medium nicht auskennen wollen. Das hat katastrophale Folgen", meint Thomas Feibel.

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