"Female Investors' Dinner" vom medianet berlinbrandenburg
medianet berlinbrandenburg möchte Diversität und Inklusion mit neuen Veranstaltungsformaten fördern. Geplant ist unter anderem ein "Female Investors' Dinner", um den Anteil von Gründerinnen in Deutschland zu stärken. Der Aufruf richtet sich ebenfalls an Gaming-, Mobile und XR-Start-ups.
Am 4. Mai 2023 wird das von medianet berlinbrandenburg veranstaltete "Female Investors' Dinner" stattfinden. Jeannine Koch, Vorstandsvorsitzende des medianet, betont: "Auf fünf Jahre gesehen erwirtschaften weibliche Gründungs-Teams durchschnittlich zehn Prozent mehr Einnahmen. Wir empfinden es daher als richtig und wichtig, diesem vorherrschenden Ungleichgewicht entgegenzuwirken und verstärkt Frauen die Möglichkeit zu bieten, in der Start-up-Szene Fuß zu fassen und mit ihren Geschäftsideen zu begeistern. Dies wollen wir mit dem Female Investors' Dinner erreichen."
Der Anteil von Gründerinnen liegt in Deutschland derzeit bei 20 Prozent - laut Angaben von medianet. Im ersten Halbjahr 2022 wurden in Europa fünf Prozent aller Start-up-Investments in rein weibliche Gründerinnen-Teams getätigt und lediglich 18 Prozent in gemischte Teams. "Im gleichen Zeitraum wurden VC-Deals in Europa nur zu einem Prozent mit weiblichen Teams abgeschlossen, 12 Prozent mit gemischten Teams. Zudem schaffen weibliche Gründungsteams in Deutschland im Vergleich rund fünf Arbeitsplätze mehr als Male Founder Start-ups und sind grundsätzlich diverser aufgestellt", heißt es von den Veranstaltenden, um die Diskrepanz zu verdeutlichen.
Das Investors' Dinner ist ein seit zwölf Jahren beim medianet etabliertes Format in Form eines Matchmaking Dinners, welches Early-Stage-Start-ups aus dem B2B- und B2C-Bereich und Investor:innen an einen Tisch bringt. In der Vergangenheit konnten bereits über 30 Investments getätigt werden. Unternehmen wie Urban Sports Club, Adspert und Sofatutor haben ihre ersten Fundings beim Investors' Dinner erhalten.
Zum ersten Mal werden nun ausschließlich Start-ups gesucht, deren Gründungsteam mindestens eine Frau - oder sich als weiblich identifizierende Person - aufweist. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15. März (zur Website). Bewerben können sich Start-ups mit hohem Wachstumspotenzial, die Risikokapital zwischen 200.000 Euro und 3.000.000 Euro suchen. Die Schwerpunkte liegen auf den Themen Medientechnologien und Medienplattformen, VR/AR/XR, Künstliche Intelligenz, Gaming, Marketing- und E-Commerce-Lösungen, Mobile, FinTech, Blockchain/NFT, SaaS, Cyber Security sowie Consumer Health.
Jeannine Koch: "Ich begrüße es sehr, dass die Senatswirtschaftsverwaltung kürzlich das Förderprogramm "Chancenfond" ins Leben gerufen hat, das den Anteil selbständiger Frauen erhöhen soll. Im Rahmen dieses Programms, für das sieben Mio. Euro zur Verfügung stehen, werden u.a. Netzwerkveranstaltungen, Coaching-Programme und Beratungsstrukturen geplant. Der Zugang zu Kapital soll für Frauen erleichtert und ein regelmäßiger Gründerinnenreport implementiert werden. Dieses Förderprogramm ist ein wichtiges Signal, um mehr Gründerinnen in der Hauptstadtregion zu vereinen, sie für die Umsetzung ihrer Ideen zu motivieren und ihnen mehr Sichtbarkeit zu geben. Unser Wirtschaftsstandort wird umso stärker, je diverser er aufgestellt ist und weibliche Vorbilder hervorbringt. Wir werden als Netzwerkverein kontinuierlich unseren Beitrag für mehr Vielfalt in unseren Wirtschaftszweigen leisten."
Auch eine Podiumsdiskussion im Bereich der Filmwirtschaft ist geplant, und zwar "medianet @ Berlinale: Diversity Strategies in the Canadian Film Industry" am 21. Februar 2023. Es sollen die kanadischen Maßnahmen sowohl aus der Sicht der Filmförderung als auch aus Sicht der Produktion in den Fokus gerückt und mit ähnlichen Bestrebungen in Deutschland verglichen werden.