Laut der heute veröffentlichten Jahresbilanz des FFF Bayern ist das Fördervolumen im vergangenen Jahr stärker angestiegen als die Zahl der geförderten Projekte, da die einzelnen Vorhaben im Durchschnitt mit höheren Summen unterstützt wurden.

Der FFF Bayern hat im vergangenen Jahr an 377 Projekte Fördermittel in einer Gesamthöhe von 41,15 Mio. Euro vergeben. Dabei sei laut einer Pressemitteilung das Fördervolumen im Vergleich zum Vorjahr stärker gestiegen als die Zahl der Projekte, da man die einzelnen Vorhaben im Durchschnitt mit höheren Summen unterstützt habe.

"Im vergangenen Jahr ist das Fördervolumen wieder gestiegen. Das liegt zum einen an den stabilen Beiträgen unserer Gesellschafter Freistaat Bayern, BR, ZDF, Seven.One Entertainment Group, RTL, BLM und Sky. Außerdem haben u.a. etliche bayerische Produktionsfirmen erfreulicherweise Erfolgsdarlehen in höherer Zahl als in den Vorjahren abgerufen. Wir sind darüber hinaus dem Ziel, Projekte mit adäquateren Mitteln zu fördern, nähergekommen: So haben wir etwa die Kino-Spielfilme im Durchschnitt mit jeweils rund 100.000 Euro mehr ausgestattet als 2021. Ein Wermutstropfen ist nach wie vor die zu geringe Widerspiegelung von Gleichstellung in der Antragslage, vor allem im Bereich Kinofilm-Produktion. Hier sind die Branchenteilnehmer*innen gefragt, gemeinsam auf eine Stärkung des Frauenanteils hinzuwirken“, kommentiert FFF-Geschäftsführerin Dorothee Erpenstein die heute bekannt gegebenen Zahlen.

Bayerns Digitalministerin und FFF-Aufsichtsratsvorsitzende Judith Gerlach ergänzt: "Das letzte Jahr war nach der schwierigen Corona-Zeit erneut ein herausforderndes für die Film- und Games-Branche. Es freut mich deshalb sehr, dass wir mit dem FFF Bayern hier kräftige Impulse setzen und zahlreiche spannende Projekte unterstützen konnten. Das Ergebnis ist beeindruckend: Produktionen aus Bayern oder mit bayerischem Knowhow sind heute international ganz vorne dabei. Wir unterstützen damit nicht nur die Branche, sondern stärken auch den Kulturstandort Bayern."

Mit 21,7 Mio. Euro entfiel der größte Anteil an der Gesamtförderung auf den Bereich „Kinofilme“. Nach Angaben des FFF Bayern sei man bei den deutschen Publikumshits „Die Schule der magischen Tiere 2“ und „Guglhupfgeschwader“ Hauptländerförderer gewesen. Vom FFF Bayern geförderte Filme seien auf den Festivals in Berlin, Cannes und Venedig gelaufen. Insgesamt seien die Fördersummen bei den Kinospielfilmen pro Film in 2022 um durchschnittlich rund 100.000 Euro höher ausgefallen als im Vorjahr.

In die Förderung von Fernsehfilmen und -serien hat der FFF Bayern im vergangenen Jahr insgesamt 9,5 Mio. Euro investiert. Gefördert wurden u.a. die dritte Staffel von „Der Pass“, die Serien „Davos“, „Lust“ über das Leben von 30-Jährigen, „Hagen“ über die gleichnamige Figur aus der Nibelungensage, die Neuadaption von „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ und der Fernsehfilm „Kati“ über die Eiskunstläuferin Katharina Witt.

2,2 Mio. Euro hat der FFF Bayern im vergangenen Jahr als 30 Nachwuchsprojekte vergeben wie „Clashing Differences“ von Merle Grimme, „Karla“ von Yvonne Jasmin Görlach und Christina Tournatzés, “Auf Sand gebaut“ von Florian Paul und Natalie Baudi, „Die zärtliche Revolution“ von Annelie Boros, „Gastrogötter“ von David Benke und Philipp Straetker sowie „Endlich unsterblich“ von Vera Brückner.

Insgesamt fanden in Bayern im vergangenen Jahr rund 3600 Drehtage statt. Erstmals wurde mit „The Crow“ eine hochbudgetierte internationale Koproduktion in den Penzing Studios gedreht.

Im Rahmen der Vergabe der Kinoprogrammprämien wurden rund 1,35 Mio. Euro an 91 Kinos in 70 Orten in Bayern ausgeschüttet. Darüber hinaus wurde gut eine Mio. Euro an 31 Kinos für Modernisierungsmaßnahmen ausgeschüttet.

Im Rahmen der Festivalförderung unterstützte der FFF Bayern außerdem insgesamt 17 Festivals mit 1,1 Mio. Euro. Rund 600.000 Euro gingen an Initiativen für den Medienstandort Bayern wie die Drehbuchwerkstatt München, das Nürnberger Autorenstipendium, das Kinofest, den Kindermedienpreis, die Kurz.Film.Tour, das Eröffnungsmodul von Audiovisual Women und das Mentoring-Programm "Into the Wild", den Friedenspreis des Deutschen Films – Die Brücke sowie den Intimacy Coordinator Workshop.

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