FH Köln: Pauschale Werturteile über Spiele sind nichtig
In einem aktuellen Forschungsbericht der Fachhochschule Köln wird erneut deutlich aufgezeigt, dass generelle Aussagen oder Wirkungsvermutungen in Hinblick auf Computerspiele nicht abgegeben werden können.
In einem aktuellen Forschungsbericht des Fachbereichs Sozialpädagogik der Fachhochschule Köln, mit dem Schwerpunkt "Wirkung virtueller Welten", wurde klar herausgearbeitet, dass über Computerspiele im Allgemeinen oder über spezielle Spiele keine pauschalen Werturteile gefällt werden können. Wie die Arbeit "Funktion der Inhalte von Computerspielen für ComputerspielerInnen" unter der fachlichen Aufsicht von Prof. Dr. Jürgen Fritz ausweise, würden die Ergebnisse deutlich aufzeigen, dass von generellen Aussagen oder Wirkungsvermutungen in Hinblick auf Computerspiele nicht mehr ausgegangen werden kann. Es sei vielmehr so, dass die Bedeutung der Inhalte für die Computerspieler sowohl von den Spielern als auch von den Spielen und dem Wechselverhältnis zwischen Spiel und Spieler abhinge. Anhand ausführlicher Interviews mit 80 Spielern konnten überzeugende Belege dafür gefunden werden, wie sich die strukturelle Kopplung zwischen Spieler und Spiel im konkreten Einzelfall darstellt.