Die Federal Trade Commission hat die Ergebnisse einer neuen Untersuchung der Marketinggewohnheiten der Unterhaltungsindustrie bei gewaltverherrlichenden Medien vorgelegt.

Die Federal Trade Commission (FTC) hat erneut die Marketinggewohnheiten der Entertainmentbranche bei gewaltverherrlichenden Produkten unter die Lupe genommen. Vor allem die angekündigten, freiwilligen Maßnahmen wurden überprüft, die nach Vorlage der letzten Studie im Herbst 2000 von Industrieseite initiiert wurden. Durchweg gut abgeschnitten haben demnach die Film- und die Spielebranche. Beide hätten ihre Marketingpläne für Titel, in denen Gewalt dargestellt wird, neu ausgerichtet. Filme mit einer "R"-Bewertung (entspricht in etwa FSK 18) würden weder in Print- noch in TV-Formaten beworben, deren Hauptzielgruppe Kinder und Jugendliche sind. Ebenso verhalte es sich bei den Spielen, die mit einem "M" (entspricht in etwa USK 18) bewertet wurden. Hier gäbe es jedoch vereinzelt Ausnahmen. Munter weiter werbe jedoch die Musikindustrie quer durch alle Medien, egal, welche musikalischen Inhalte auf den CDs seien. Der Musikbranche wurde jedoch zugleich ein gewissen Bemühen attestiert, da auch sie Warnhinweise - wenn auch ohne Alterskennzeichnung - eingeführt und etabliert habe. Während die Industrie laut FTC-Bericht zumindest auf dem richtigen Weg sei, hat die Behörde den Händlern eine regelrechte "Ohrfeige" erteilt. So wurden für die aktuelle Studie erneut Jugendliche quasi "undercover" in Kinos, Spiele- und Plattenläden geschickt. 48 Prozent erhielten Zutritt zu für sie nicht geeigneten Filmen und 78 Prozent erhielten Spiele, die nicht für ihr Alter geeignet waren. Satte 90 Prozent hätten keinerlei Probleme beim Kauf von CDs mit aggressiven Texten und Liedern gehabt. FTC-Kommissar Orson Swindle zeigte sich enttäuscht, dass Musikindustrie und Handel so gut wie nichts unternommen hätten. Er forderte Regierung, FTC und Eltern, aber auch die breite Öffentlichkeit auf, beide zu überzeugen, endlich Schritte einzuleiten, um "das Problem in den Griff zu bekommen".

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
Buffed and PC Games Merge
From left to right: Philipp Sattler (Editorial / Brand Director für buffed.de & MMORE), Thilo Bayer (Brand Editorial Director bei Computec Media), Tobias Meyer, Managing Editor of PC Games, Play 5 and N-Zone at Computec Media © Computec Media

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By Marcel Kleffmann 1 min read
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