"Fußball Manager" - Dauerfeuer aus dem Marketing-Sturm
Electronic Arts hat den Entschluss gefasst, die Marke "Fußball Manager" als feste Umsatzgröße im Portfolio zu etablieren. Neben einer zunehmend internationalen Vermarktung wollen die Kölner natürlich auch im Produktionsland Deutschland klare Signale setzen. Ein Kommunikationsplan über zwölf Monate soll dazu beitragen.
Gestartet wurden die Maßnahmen von EA bereits im Sommer. Seit Mitte 2002 wird der Handel über verschiedenste Kommunikationsmittel - vom Mailing bis zum EA-Handelsmagazin - für den "Fußball Manager 2003" sensibilisiert. Wenn am 27. November das Spiel im Regal steht, legt auch die umfangreiche EA-Marketingmaschinerie los, die bis Ende Dezember nicht mehr ins Stocken geraten wird.
Bei seiner Kampagne wird EA alle Register ziehen. Print- und Infoscreenwerbung werden durch TV-Spots im fußballaffinen Programm größer Sender untermauert. Aus drei Personenkreisen setzt sich bei der "FM2003"-Kampagne die Zielgruppe zusammen. Den Kern bilden die Hardcoregamer im Managementgenre. "Diese bringen entgegen der Entwicklung in anderen Genres immer noch den meisten Umsatz", sagt Oliver Kaltner, Marketing Director EA Central Region.
Als zweite, nicht zu vernachlässigende Gruppe hat die EA-Werbeabteilung die Casual Gamer ausgemacht. Der Grund: Die EA-Marktforschung hat ergeben, dass die Gelegenheitsspieler etwa 35 Prozent zum Abverkauf beitragen. Sie sollen vor allem durch das Testimonial Lothar Matthäus angesprochen werden. So wird Matthäus' Konterfei nicht nur auf der Verpackung, sondern auch in der Werbung zu sehen sein. Ein weiterer Faktor, der Casual Gamer überzeugen soll, ist die Bundesligalizenz. Sie erlaubt es EA, die echten Vereins- und Spielernamen zu nutzen.
Als dritte Zielgruppe will EA auch die so genannten Gift Buyers ansprechen. Sie erreicht man laut Kaltner jedoch nur, wenn man auch investiert. Und dass will EA nicht nur vor Weihnachten machen, dem zweifelsfrei größten Fest der Geschenke, sondern auch vor Ostern und Pfingsten. Entsprechend sind weitere Marketingwellen im März und im Mai geplant. Es scheint also mehr als realistisch, dass der "Fußball Manager 2003" die Verkaufszahlen seines Vorgängers von weit über 100.000 Units im ersten Jahr nach Release übertreffen wird.