G.A.M.E. formuliert Forderungen
Auf der GC - Games Convention hat der Bundesverband G.A.M.E. zentrale Forderungen der deutschen Spielebranche im Leipziger Manifest zusammengefasst.
Computer- und Videospiele haben mittlerweile erhebliches kulturelles und wirtschaftliches Gewicht in der Bundesrepublik Deutschland erlangt. Dennoch verschließt sich die Politik bis auf wenige Ausnahmen dem Phänomen. Nach Ansicht des Bundesverbands G.A.M.E. verliert der deutsche Markt hierdurch zunehmend an Boden gegenüber der internationalen Konkurrenz, die mit Millionenbeträgen gefördert werde. Die GC - Games Convention in Leipzig nutze G.A.M.E., um im Leipziger Manifest aufzuklären und Forderungen für die Zukunftssicherheit der Spieleentwicklung in Deutschland zu stellen.
In dem vom Verband verbreiteten Papier unterstreicht G.A.M.E. die Bedeutung des Kulturguts Spiel. So seien Spieler beileibe keine Randgruppe mehr. Unter Kindern, Jugendlichen sei das Hobby Computerspiel inzwischen ebenso verbreitet wie unter Erwachsenen und Rentnern. Zudem stellte G.A.M.E. den wirtschaftlichen Erfolg der Branche heraus. Kann es sich Deutschland leisten, in einer Zukunftsindustrie, die bereits jetzt 20 Mrd. Dollar jährlich und weltweit umsetzt, ins Hintertreffen zu geraten, lautet eine der zentralen Fragestellungen. Mathematiker, Informatiker, Drehbuchautoren, Grafiker, Pädagogen, Komponisten, Orchestermusiker, Leveldesigner, Architekten, Schauspieler, Synchronsprecher, Betriebswirte und nicht zuletzt Spieleentwickler seien nur einige der Berufsgruppen, die mittlerweile mit Computer- und Videospielen ihr Geld verdienten.
Vielfältige Hemmnisse will der Verband ausgemacht haben. Nicht vorhandene oder unzulängliche Finanzierungsquellen, nicht zeitgemäße Bilanzierungsvorschriften sowie erschwerter Zugang zu Konsolentechnologie sind demnach mit die größten Probleme, mit denen deutsche Entwicklerstudios zu kämpfen haben. Aber nicht nur der einfachere Zugang zur Ressource Geld sei entscheidend für den weiteren Weg der deutschen Spieleentwickler. Auch brachenspezifische Lehrinhalte an Hochschulen und Ausbildungsinstituten müssten her, fordert G.A.M.E.
Mit vier zentralen Forderungen schließt der Verband das Leipziger Manifest ab: