Gameforge will bei Aufklärung helfen
Der vermeintliche Diebstahl virtueller Güter, den ein Onlinespieler zur Anzeige brachte, stellt ein Novum dar. Gameforge, Anbieter des Spiels, hat den Ermittlungsbehörden umfassende Mitarbeit angeboten.
Ein Spieler des Onlinegames "Metin 2" hat Ende Januar bei der Polizei in Bochum den vermeintlichen Diebstahl mehrerer Ausrüstungsgegenstände zur Anzeige gebracht. Der Fall fand auch in den Massenmedien Widerhall und stellt ein Novum dar, wurden bislang virtuelle Diebstähle doch nicht von den Behörden verfolgt. Der Anbieter des betreffenden Spiels, die Gameforge Productions GmbH aus Karlsruhe, hat nun eine umfassende Mitarbeit bei den Ermittlungen angeboten und gleichzeitig eigenes Versagen als Ursache ausgeschlossen.
Gameforge-CEO Klaas Kersting dazu: "Bislang ist die Polizei noch nicht auf uns zugekommen. Sobald dies geschieht, werden wir jedoch alles tun, um an der Aufklärung des Falles mitzuwirken. Wir können mit absoluter Sicherheit sagen, dass von unserer Seite aus kein technischer Fehler vorlag und auch der betreffende Server weder gehackt noch manipuliert wurde. Wir müssen deshalb davon ausgehen, dass sich der Täter Zugriff auf die Zugangsdaten des Spielers verschafft hat."
Das Vorgehen des Spielers befürwortet das Unternehmen. "Da es sich bei dem Fall nicht um ein technisches Problem handelt, besteht für Gameforge keine Möglichkeit, gegen rechtswidrige Machenschaften dieser Art vorzugehen", teilte Gameforge mit. Generell sollten Passwörter jedweder Art nicht an Dritte weitgegeben werden. Liege erst einmal ein Schaden vor, empfehle sich wie im aktuellen Fall eine Strafanzeige.