Gamer wollen nicht warten
Unterschiedliche internationale Releasetermine sind einer Untersuchung der School of Business and Management zufolge eine der Hauptursachen der Softwarepiraterie.
Laut einer Studie der School of Business and Management ist die Softwarepiraterie besonders unter männlichen Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren verbreitet. 80 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe gaben zu, schon einmal ein Computerspiel aus illegalen Quellen über das Internet bezogen zu haben. Als Hauptgrund für den Softwarediebstahl werden mit 72 Prozent die unterschiedlichen internationalen Releastermine angegeben. Viele Gamesfans wollen demnach nicht darauf warten, bis ein in den USA oder Japan bereits erhältliches Spiel oft Wochen später in Europa auf den Markt kommt. Zudem werden die Bemühungen, Softwarepiraten das Handwerk zu legen, nicht in voller Breite wahrgenommen. Das Gefühl, nicht erwischt zu werden, folgt mit 65 Prozent als Rechtfertigungsversuch auf Rang zwei. Nur mit 58 Prozent liegt die Aussage, Spiele vor dem Kauf ausgiebig testen zu wollen, auf dem dritten Platz.
Für die Initiatoren der Studie sind die Schlussfolgerungen klar: Erst mit weltweit einheitlichem Releasetermin und gleichzeitig sinkenden Preisen wird die Industrie das Piraterieproblem besser in den Griff bekommen.