Etwa 150 Vertreter der Musik- und Gamesbranche trafen sich am 7. März in Hamburg zur Roundtable-Diskussion "Games Meets Music". Im Lauf des Abends zeigte sich sehr deutlich, dass die Bereitschaft zur Kooperation vorhanden ist, der Weg hin zu einer funktionierenden, intensiven Vernetzung beider Unterhaltungswelten ist jedoch noch weit.

Die Rechtsanwaltskanzlei Rode + Mathé hat ein klares Ziel: Musik- und Spielebranche müssen enger zusammenarbeiten. Und deshalb organisierte das Hamburger Anwaltsduo unter dem Titel "games meets music" eine Podiumsdiskussion, bei der sich beide Seiten kennen lernen und ein Stück weiter zueinander finden sollten. Mit Erfolg. Etwa 150 Teilnehmer beider Branchen verfolgten die von "ComputerBild Spiele"-Chefredakteur Frank Surhold moderierte Podiumsdiskussion. Auf dem Podium selbst saßen namhafte Branchenvertreter wie Jörg Trouvain, Geschäftsführer Electronic Arts, Dr. Bernd Fakesch, General Manager Nintendo Germany, Timo Steinberg, COO edel music, oder Tim van Dyk, Director New Business & Market Research Warner Music Group Germany.

Sie alle ließen keinen Zweifel daran, dass die Bereitschaft zur Zusammenarbeit vorhanden ist, und zwar auf beiden Seiten. Doch obwohl es in der Vergangenheit bereits mehrfach Beispiele für gewinnbringende Kooperationen gab, ist der Damm zwischen den beiden Unterhaltungswelten Musik und Spiele längst nicht gebrochen.

Das hat mehrere Gründe: Unter anderem spricht für viele Spielehersteller die GEMA immer wieder gegen den Einsatz deutscher Künstler bei Spielen. Da in den meisten Fällen die Musikrechte längst per Buy-out geklärt sind, bevor ein Game überhaupt nach Deutschland kommt, würde die nachträgliche Implementierung deutscher Künstler dazu führen, dass die Spielehersteller GEMA-Gebühren abführen müssen. Im Umkehrschluss müsste man also deutsche Künstler von Beginn an integrieren. Doch auch diese Lösung ist für Publisher kaum interessant, da die meisten Spiele für ein internationales Publikum angelegt sind. Umso wichtiger ist also der Dialog zwischen beiden Seiten. Denn nur so können entgegen allen vorhandenen Vorbehalten weitere, erfolgreiche Kooperationen geschmiedet werden.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.
Jumpgate Signs Publishing Agreement With Daedalic for New Strategy Game
Carsten Fichtelmann, CEO of Daedalic Entertainment GmbH / Patrick Streppel, Founder and CEO, gameXcite GmbH and Chief Product Officer, Jumpgate AB © Daedalic / Jumpgate

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By Marcel Kleffmann 2 min read