Vor allem der hervorragenden Entwicklung im Spielesegment verdankt der japanische Sony-Konzern seinen neuen Umsatzrekord. Auch der Rückgang im operativen Geschäft wäre ohne Sony Computer Entertainment deutlicher ausgefallen.

Bereits im Herbst 2001 hatte es sich angedeutet: Die Spielesparte des Sony Konzerns, Sony Computer Entertainment (SCE), befindet sich auf dem Weg der Besserung. Doch eigentlich ging es ihr ja nie wirklich schlecht. Sinkenden Umsätze und - verschmerzbarer - operativer Verlust im Geschäftsjahr 2001 waren auf Grund der Markteinführung der PS2 nicht zu vermeiden. Dennoch: Analysten vergaßen, dass es vier Jahre lang Sony Computer Entertainment war, die die Konzernzahlen deutlich verbesserten.

Nun, mit Vorlage der Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2002, das Ende März 2002 abgeschlossen wurde, ist die Welt wieder in Ordnung. Sony hat wieder Spaß an seiner Spieledivision. Kein Wunder, erzielte SCE gegenüber dem Vorjahr doch ein Umsatzplus von 51,9 Prozent. Die erwirtschafteten eine Billion Yen Umsatz (etwa 8,7 Mrd. Euro) stellen nicht nur für SCE einen neuen Rekord dar, sie trugen laut Konzernaussagen auch zum Rekordumsatz des gesamten Unternehmens bei. Gleichzeitig bewegte sich das operative Ergebnis von SCE wieder zurück in die schwarzen Zahlen. Machte die "PlayStation-Division" im Geschäftsjahr 2001 noch ein Minus von 51,1 Mrd. Yen, so waren es diesmal 82,9 Mrd. Yen (718 Mio. Euro) Gewinn. Und das entspricht rund 62 Prozent des operatives Gewinns, den der gesamte Sony-Konzern ausweisen konnte.

Zurückzuführen ist das gute SCE-Ergebnis vor allem auf das PlayStation 2-Geschäft, das in Japan leicht, in den USA und Europa sprunghaft anstieg. Während die Nachfrage sowohl für PS2-Hard- als auch -Software anstieg sanken die Verkäufe der PSone-Hard- und -Software. Laut Sony wurden im vergangenen Geschäftsjahr weltweit 18,07 Mio. PS2-Konsolen ausgeliefert. Das sind 8,87 Mio. mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig wurden 7,4 Mio. PSone-Units geshipped, 1,91 Mio. weniger als im Vorjahr. Im Bereich Software kommt Sony auf 121,8 Mio. produzierter PS2- und 91,0 Mio. PSone-Spiele, beides inklusive Third-Parties.

"Wir sind sehr glücklich über diese Entwicklung", kommentierte Manfred Gerdes, Geschäftsführer von SCE Deutschland, die Zahlen gegenüber GamesMarkt.de. SCE habe der Sony Corp. bewiesen, dass sich die Investitionen in PlayStation 2 absolut gelohnt haben. Dass diese Aussage auch für die deutsche Niederlassung gilt, hat Gerdes vor fast zwei Wochen in Form der SCED-Ergebnisse schwarz auf weiß auf den Tisch gelegt: , setzte auch die deutsche Niederlassung mit einem Umsatzplus von 45 Prozent eine neue Rekordmarke.

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Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.