Die US-Handelskette GameStop mutiert zunehmend zu einem allemeinen Elektronikhändler. Auch im vergangenen Quartal wuchs GameStop-Umsatz nur abseits des Spielesortiments.

GameStop hat seine Bilanz für das dritte Geschäftsjahresquartal vorgelegt. Die US-Handelskette mit Filialen in Europa und auch in Deutschland hat in den 13 Wochen mit Ende zum 29. Oktober 1,96 Mrd. Dollar Umsatz generiert. Das sind 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Flächen- und Sortiment-bereinigt - also ohne die auf allgemeine Unterhaltungselektronik spezialisierten Stores einzubeziehen - lag das Minus bei 6,5 Prozent.

Nach Sortimenten unterteilt waren Zubehör und Digital die einzigen Kategorien mit direktem Gamesbezug, die zulegen konnten. Der Umsatz mit neuer Hardware fiel von 358,1 Mio. Dollar im Vorjahresquartal auf 284,4 Mio. Dollar. Der Umsatz mit neuer Spielesoftware fiel von 675,5 auf 616,6 Mio. Dollar, der mit Gebrauchtspielen von 502,2 auf 470,0 Mio. Dollar. Der Quartalsumsatz mit Zubehör betrug 156,0 Mio. Dollar, ein Plus von 18 Mio. Dollar, der mit digitalen Spieleinhalten 44,7 Mio. Dollar, ein Plus von 4,7 Mio. Dollar.

Spürbares Wachstum gab es hingegen in den Segmenten "Technology Brands" und "Collectables". Dort stiegen die Quartalsumsäze von 140,1 auf 216,3 Mio. Dollar bzw. von 79,7 auf 109,4 Mio. Dollar.

Die Entwicklung weg vom reinen Gamesspezialisten macht sich aber nicht nur an den Umsatzzahlen bemerkbar, sondern auch beim Gewinn. So stieg der operative Gewinn aus dem "Technology Brands"-Geschäft um 261 Prozent. Gemessen am Gesamtunternehmen trägt dieser Sortimentsbereich nun 24,1 Prozent zum operativen Gewinn bei. Im Vorjahresquartal lag der Anteil noch bei nur 7,2 Prozent.

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Written by

Stephan Steininger
Stephan Steininger is Director of Operations and Editor-in-Chief of GamesMarket. As part of the magazine since its inception in 2001, he knows the GSA games industry by heart.