GBDe definiert Rahmen für globalen E-Commerce
Weltweit führende Unternehmen haben sich auf international einheitliche Regelungen beim E-Commerce geeinigt. Diese sollen der Politik und internationalen Organisationen als Rahmen für die Entwicklung des elektronischen Handels dienen.
In Paris präsentierte die Global Business Dialogue on E-Com-merce (GBDe), ein Zusammenschluß von internationalen, im E-Commerce tätigen Unternehmen, Richtlinien für den Handel im Internet. "Ein globales Medium wie das Internet braucht eine weltweit abgestimmte Politik", erklärte Thomas Middelhoff, Chairman der GBDe, während der Konferenz der Organisation. Die Mitglieder seien sich einig, daß ein Flickenteppich widersprüchlicher nationaler Regelungen für erhebliche Rechtsunsicherheit sorge und den Verbrauchern wesentliche Teile des E-Commerce vorenthalte. So habe man in den Bereichen Au-thentifizierung und Sicherheit, Konsumentenvertrauen, Inhalte und Werbung, Informationsinfrastruktur, Urheberrechtsschutz, Gerichtsbarkeit, Haftung, Datenschutz sowie Steuern und Zölle einen Konsens erzielt. Diese Empfehlungen stellte die GBDe nun Politikern der USA, der EU, aus Japan und Vertretern internationaler Organisation wie OECD und WTO vor. Ziel die Vorstoßes ist es, das Vertrauen der Konsumenten in der Online-Handel zu fördern. Zusätzlich will die GBDe eine effektive Selbstregulierung schaffen, bevor starre und widersprüchliche Regelungen einzelner Staaten das Potential der neuen Handelsform blockieren. So empfiehlt die Organisation den Regierungen, die Besteuerung von E-Commerce einfach zu gestalten und die von der WTO angewandte Praxis, darauf keine Zölle zu erheben, verbindlich zu übernehmen. Des weiteren plädiert der GBDe u. a. für eindeutige Regeln im Falle eines Rechtsstreits, bei Jugend- und Datenschutz und bei der Sicherung des Wettbewerbs. Der GBDe will die Umsetzung dieser Vorschläge vorantreiben und dazu einen detaillierten Bericht im kommenden Jahr vorlegen.