General Mills greift in Kindersoftwaremarkt ein
Über die Schiene Zweitvermarktung von Infogrames-Kindertiteln will der US-Müslianbieter General Mills seine Produkte aufwerten.
Der US-Lebensmittelkonzern General Mills ("Cheerios", "Honey Nut") will seine Müslis mit Kindersoftwaretiteln aufwerten. Über ein Abkommen mit Infogrames hat sich General Mills vorerst fünf Games aus dem Hasbro-Label gesichert, darunter "Monopoly Jr.", "Boggle" und "Ultimate Yahtzee". "Goodies" in Müsliverpackungen spiegeln laut General Mills zu großen Teilen gesellschaftliche Trends und Interessen wider. So sei Plastik in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts über die Müslipackungen beigelegten Figuren erstmals einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt worden, in den 50er-Jahren sei mit Miniaturmodellen der Wunsch zum eigenen Automobil verstärkt worden. Nun befasse sich die Gesellschaft vermehrt mit technologischen Themen. In einer US-weiten Umfrage habe sich laut General Mills herausgestellt, dass Eltern sich für ihr Kind lieber das Talent eines Computerspezialisten wie Bill Gates (68 Prozent) wünschen als das eines Sportstars wie Michael Jordan (20 Prozent), einer Sängerin wie Whitney Houston (acht Prozent) oder einer Schauspielerin wie Susan Sarandon (vier Prozent). Zudem habe eine von General Mills beauftragte Studie herausgefunden, dass 90 Prozent aller Eltern Lernsoftware für ein geeignetes Tool in der Schulerziehung ihrer Kinder halten.