Gericht weist Computec-Klage gegen Axel Springer ab
Laut Entscheid des Landgerichts München dürfen Verlage ihren Computer- und Videospielzeitschriften weiter Vollversionen beilegen. Einer entsprechenden Klage des Computec Media Verlags gegen den Axel Springer Verlag und seine "ComputerBILD Spiele" wurde damit nicht stattgegeben.
Das Landgericht München hat im Rechtsstreit zwischen dem Computec Media Verlag und dem Axel Springer Verlag eine Entscheidung verkündet. Gegenstand der Klage ist die Geschäftspraxis des Axel Springer Verlags, der Fachzeitschrift "ComputerBILD Spiele" in regelmäßigen Abständen Vollversionen von PC-Spielen beizulegen. Diese würden laut Computec Media zur Zeit der Veröffentlichung indes noch für bis zu 50 Euro im Handel angeboten werden. Damit stehe nicht mehr der Kauf des Magazins, sondern vielmehr der Kauf des PC-Spiels im Vordergrund. Dies verzerre den Wettbewerb in einer nicht zulässigen, unfairen Weise und ermögliche dem Großkonzern Axel Springer, kleinere Wettbewerber zu schädigen. Das Landgericht konnte dieser Begründung allerdings nicht folgen. Die Kombination von Spielezeitschrift und Vollversion stellt laut dem Vorsitzenden Richter keinen unlauteren Wettbewerb dar. Der Klage wurde damit nicht stattgegeben.