Die GPI Gesellschaft für Pädagogik und Information hat Ende Juni die Comenius-Auszeichnungen, einen der wichtigsten Preise für pädagogische Multimediaprodukte, verliehen. Zahlreiche Preisträger konnten sich freuen.

Im Rahmen einer Festveranstaltung hat die GPI im Haus des Deutsches Handwerks in Berlin die diesjährigen Comenius-Auszeichnungen verliehen. Die Auszeichnungen Comenius-Siegel, Comenius-Sonderpreis und Comenius-Medaille sind nach Angaben der GPI die ältesten deutschen Bildungsmedienpreise für didaktisch herausragende Multimediaprodukte. Gekürt werden CD-ROMs, DVDs und Bildungsinternetangebote. Laut GPI-Vorstandsvorsitzendem Prof. Dr. Gerhard Ortner entscheidet bei der Auswahl der Preisträger "der Inhalt und nicht die Technik".

Cornelsen und Klett haben Nase vorn

Die Sieger werden nach didaktisch und wissenschaftlich fundierter Begutachtung in einem herstellerunabhängigen Verfahren ermittelt. Die Fachjury um Ortner verlieh in diesem Jahr insgesamt 13 Comenius-Medaillen und 54 Comenius-Siegel. Die beiden erfolgreichsten Firmen waren dabei die Schulbuchverlage Cornelsen, Berlin, und Ernst Klett, Stuttgart. Wobei Cornelsen zwei Medaillen und vier Siegel verbuchen konnte; Klett erhielt eine Medaille und sieben Siegel. Doch auch der Westermann Schulbuchverlag hatte Grund zum Feiern. Die Produkte aus dem Hause Westermann wurden mit einer Medaille und drei Siegel bedacht.

Ebenfalls zu den Gewinnern zählen die zum Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus gehörende Paetec mit einer Medaille und einem Siegel sowie Langenscheidt mit drei Siegeln. Ebenfalls von der GPI-Jury ausgezeichnet wurden Multimediapublisher: So erhielt digital publishing eine Medaille und ein Siegel, Vivendi Universal Interactive Publishing Deutschland eine Medaille und zwei Siegel und Buena Vista Games für Titel des Label Disney Interactive insgesamt zwei Siegel.

Die Bedeutung und Anerkennung der Comenius-Auszeichnungen für die Multimediabranche sind enorm und spiegeln sich u. a. in der Zahl der eingereichten Produktionen wider. Die Zahl der Einreichungen hat sich gegenüber der ersten Verleihung, 1995, verzehnfacht. Tendenziell wurde in diesem Jahr eine Zunahme von interaktiven und multimedialen Lernsystemen festgestellt. Auf der inhaltlichen Seite war ein Anstieg von Produkten für die ethische Bildung festzustellen.

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