Griefahn fordert umfassenderen Lösungsansatz
Monika Griefahn, Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion, lehnt eine pauschale Verurteilung von Computerspielen als Ursache für Gewalttaten ab.
In die wieder aufgeflammte Diskussion um die sogenannten "Killerspiele" hat sich nun auch die Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion, Monika Griefahn, eingeschaltet. Ihrer Meinung nach sind populistische Forderungen nach einem Verbot der betreffenden Spiele keinesfalls eine Lösung für vorhandene Probleme.
Das Verhalten des Täters von Emsdetten habe vielmehr gezeigt, dass die übermäßige Nutzung von Gewaltspielen nicht Ursache von Gewalt an sich, sondern allenfalls ein Ausdruck bestehender sozialer Missstände ist. Durch ein einseitiges Verbot ließen sich diese nicht in den Griff bekommen.
Griefahn stimmt darüber hinaus der Aussage der Bundeskanzlerin Angela Merkel zu, dass es in diesem Fall keine einfache Problemlösung gebe. Vielmehr fordert die Bundestagsabgeordnete, dass die bestehenden Regelungen zum Jugendschutz gewährleistet und gleichzeitig die kulturelle und mediale Kompetenz bei Jugendlichen gefördert werden müsse. Auch sollten wertvolle Computerspiele unterstützt werden. "Solange wir es nicht schaffen, Kindern und Jugendlichen in Familie und Schule Rückhalt zu geben, dürfen wir nicht Computerspiele für einzelne Verfehlungen verantwortlich machen", sagte Griefahn.