Der russischen Antipiraterieorganisation ist ein wichtiger Schlag gegen die Piraterie im eigenen Land gelungen. In der Nähe von Moskau wurde ein illegales Kopierwerk geschlossen, in dem Millionen illegale DVDs produziert wurden.

Der russischen Antipiraterieorganisation (RAPO) ist ein wichtiger Schlag gegen die Piraterie im eigenen Land gelungen: In der Nähe von Moskau wurde ein illegales Kopierwerk geschlossen, in dem Millionen illegale DVDs produziert wurden, berichtet der "Hollywood Reporter". Die Kapazität des Werks liegt nach Angaben der Piratenjäger bei 650.000 Units monatlich. Der Wert des sichergestellten, allem Anschein nach in Deutschland hergestellten Equipments liegt demnach zwischen zehn und zwölf Mio. Dollar. Laut RAPO-Direktor Konstantin Zemchenkow sei diese illegale Fabrik der bislang größte Fall von professioneller Filmpiraterie in ganz Europa. Neben aktuellen Blockbustern wie der "Der Herr der Ringe"-Trilogie wurden in dem Werk auch Hardcorepornos gefertigt. Bei der Razzia wurden 25.000 DVDs und 1000 Master-Discs sichergestellt. Schwierig wird jedoch die Suche nach den Hintermännern des illegalen Kopierwerks. Registriert ist die Firma auf den Namen eines Strohmanns, die Identität der wahren Besitzer liegt noch im Dunkeln. Die RAPO hat nach eigenen Angaben aus unbekannter Quelle bereits Drohungen erhalten, sich aus dem Fall herauszuhalten. Auch gelangten unter Mithilfe eines höherrangigen Polizisten als Techniker getarnte Männer auf das Gelände, um das technische Equipment zu entwenden. Dies sei gerade noch verhindert worden. Die US-amerikanische Antipiraterieorganisation MPA zeigte sich erfreut über die Schließung des Kopierwerks. Wenige Monate zuvor hatte Chairman Jack Valenti während eines Moskau-Besuchs dem Premierminister mit wirtschaftlichen Sanktionen gedroht, sollte das Land nicht mehr Engagement im Kampf gegen die Piraterie zeigen.

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