Editorial

Nun ist es so weit: Sony Computer Entertainment setzt endlich zum ultimativen Angriff im Onlinebereich an - das heißt, zum medialen Angriff. Ein anderer war und ist gar nicht nötig, gibt es weltweit doch schon längst mehr Onlinezocker auf PlayStation 2 als auf Xbox. Nur, so richtig gemerkt hat das niemand. Während Microsoft der Medienlandschaft "Xbox Live" als Lebensmotto einhämmerte, sprach SCE vom nach allen Seiten hin offenen Network-Gaming.

Und genau darin bestand das Kommunikationsproblem. Statt schwammiger Vorstellungen bekommt das Feature Onlinegaming mit der Dachmarke PlayStation Net nun endlich auch auf PS2 klare Konturen - und zwar ohne dass PlayStation Net ein geschlossener Spieledienst im Sinn von Xbox Live wäre. Und das ist gut so, aus SCE-Sicht wie auch nach Meinung diverser Third-Parties, allen voran Xbox-Live-Verweigerer Electronic Arts, die Microsoft ihren Onlinecontent erst überlassen wollen, wenn sie selbst Einnahmen generieren können.

Bedauerlich an PlayStation Net ist nur eins: Es bündelt alle PS2-Onlinaktivitäten. Zwar werden so kein Spiel und kein Publisher benachteiligt, wenn aber der große Online-Run einsetzt, könnte eine strengere Qualitätsauslese schnell wünschenswert werden. Da nehmen sich On- und Offline nicht viel.

Stephan SteiningerRedakteur games.markt

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