GVU: 2001 bislang über 800 Strafverfahren angestrengt
Joachim Tielke, Geschäftsführer der GVU, hat auf dem zweiten VUD-Branchenforum in Leipzig, eine erste Bilanz der diesjährigen Arbeit bei der Verfolgung von Raubkopierern gezogen.
"Der Schwerpunkt des Vertriebs von Raubkopien verlagert sich zunehmend aufs Internet", berichtete Joachim Tielke, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), auf dem zweiten Branchentreffen des Verbands der Unterhaltungssoftware Deutschland in Leipzig. Bedenklich sei, dass die Piraten im Netz ganz neue Organisationsformen entwickelten. Anonyme Querverbindungen mit regem Informationsaustausch ließen eine schnelle Verbreitung von Cracks und Kopien zu. "Bis zu 500 Stammkunden wurden z. B. bei einem der Köpfe einer solchen 'Piratenhydra' festgestellt", so Tielke. Die Folge für die GVU: sehr viel Arbeit. Allein in diesem Jahr haben die Hamburger in mehr 800 Fällen gemeinsam mit Polizei und Staatsanwaltschaft Strafverfahren gegen Piraten angestrengt. 165.000 digitale Datenträger wurden im Zuge dieser Verfahren konfisziert. Fast 500 Täter wurden zu Geldstrafen verurteilt und über 5200 Computer, Konsolen und Zubehörgeräte eingezogen und vernichtet.