GVU unterstützt SCEE im Kampf gegen Mod-Chips
Nach Hinweisen der GVU wurden durch einen Gerichtsvollzieher Modchips für PlayStation-Konsolen aus den Geschäftsräumen eines Großhändlers in Verwahrung genommen. Damit unterstützt die deutsche Antipiraterieorganisation die Bemühungen von Sony Computer Entertainment Europe im Kampf gegen die Verbreitung von Mod-Chips.
"Mod-Chips fügen den Vertreibern von Produkten für die PlayStation-Plattformen erheblichen Schaden zu", so Christian Sommer, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU). "Mod-Chips sind die Voraussetzung für eine Verbreitung von Raubkopien auf PlayStation-Konsolen. Die GVU bekämpft diese Verbreitungsstrukturen massiv." Wie die Hamburger Antipiraterieorganisation mitteilt, wurden kürzlich Mod-Chips aus den Geschäftsräumen eines Großhändlers in Verwahrung genommen. Die Aktion selbst erfolgte nach Hinweisen durch die GVU.
Damit unterstützt die GVU Sony Computer Entertainment Europe (SCEE) bei ihrem Kampf gegen Mod-Chips. Wie die GVU mitteilt, geht SCEE seit Kurzem als erster großer Anbieter von Konsolenspielen massiv juristisch gegen Mod-Chips vor. Erste einstweilige Verfügungen seien bereits erwirkt worden. Auch gehe SCEE durch ihre Anwälte mit Abmahnungen gegen kommerzielle Anbieter von Mod-Chips vor.
Der Einbau von Mod-Chips in Videospielkonsolen ist den Anbietern seit Jahren ein Dorn im Auge, da diese das Abspielen von Raubkopien auf den Konsolen ermöglichen. So kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Klagen gegen kommerzielle Vertreiber von Mod-Chips, mit zum Teil unterschiedlichem Ausgang. So wurde in den USA bspw. ein Mod-Chip-Händler zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, wohingegen das oberste Gericht Australiens Mod-Chips für legal erklärte.