Hamburger Medienpädagoge fordert: "Spiele in den Unterricht"
Der Hamburger Medienpädagoge Stefan Aufenanger kritisiert den Umgang mit Computerspielen in der Schule. Immer noch würden Spiele viel zu häufig dämonisiert.
In einem dpa-Gespräch forderte der Hamburger Medienpädagoge Stefan Aufenanger einen verstärkten Einsatz von Computerspielen im Unterricht. Immer noch stünden vor allem Geistes- und Sprachwissenschaftler Spielen skeptisch gegenüber und würden voreilig Computerspiele mit "Ballerspielen" gleichstellen. Aufenanger sieht hingegen eine breite Palette an Strategie- und Simulationsspielen, die sinnvoll im Unterricht eingesetzt werden könnten. Spiele wie das aktuelle "Anno 1503" könnten Schülern nicht nur verschiedene Zeitepochen, Kulturen oder Klimazonen näher bringen, sie verbesserten auch das vernetzte Denken und das Erfassen komplexer Situationen. Außerdem könne mit Computerspielen die Medienkompetenz der Kinder effektiv gesteigert werden. Computer würden nicht mehr als reines "Spielzeug", sondern auch als Lern- und Arbeitsgerät wahrgenommen werden.