Die Forderung des nordrhein-westfälischen Innenministers Fritz Behrens, das Einkaufen mit EC- und anderen Debitkarten künftig nur noch in Verbindung mit der Geheimnummer zu erlauben, ist bei Handelsverbänden auf breite Ablehnung gestoßen.

Die Forderung des nordrhein-westfälischen Innenministers Fritz Behrens, das Einkaufen mit EC- und anderen Debitkarten künftig nur noch in Verbindung mit der Geheimnummer zu erlauben, ist bei Handelsverbänden auf breite Ablehnung gestoßen. Der Einzelhandel lehne "eine Sanktionierung bestehender Zahlungsverfahren durch politische Entscheidungsinstanzen als Eingriff in funktionierende Marktmechanismen" grundsätzlich ab, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Handelsverbände HDE - Hauptverband des Deutschen Einzelhandels, BAG, ZGV sowie des Kölner EuroHandelsinstituts (EHI). Die Zahlungsform sei bereits etabliert, wurden doch im Jahr 2003 insgesamt 17,3 Prozent des Einzelhandelsumsatzes über unterschriftbasierte EC-Lastschriftverfahren abgewickelt. Darüber hinaus komme es durch die PIN-Eingabe-Prozeduren bei einem Wechsel auf Electronic Cash zu einer erheblichen Verlangsamung des Kassendurchlaufs. Ein flächendeckender Einsatz dieses Systems bringe außerdem eine erheblich höhere Kostenbelastung mit sich. "Handel und Verbraucher bevorzugen die Zahlung per Karte und Unterschrift, da sie schnell und kostengünstig abzuwickeln ist. Die Sicherheitsbedenken nimmt der Handel ernst und verbessert ständig die Sicherheitssysteme, um den betrügerischen Einsatz der Karte zu erschweren. Dies liegt schon im ureigensten Interesse des Handels, ist er doch bei Betrügereien der Geschädigte", erklärte Stefan Schneider, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HDE. Der Handel sei aber zu Gesprächen mit den Innenministern über die Einschätzung des Betrugsrisikos bereit. Noch im Juli werde ein entsprechender Erfahrungsaustausch stattfinden.

Share this post

Written by