IDC prognostiziert Schwäche im PC-Markt
Wachstumsraten von mehr als 15 Prozent wie in den vergangenen zwei Jahren wird der weltweite PC-Markt einer aktuellen Studie von IDC zufolge in den kommenden Jahren nicht realisieren. Nicht zuletzt aufgrund der späteren "Windows Vista"-Veröffentlichung würden Konsumenten und Unternehmen Investitionen zunächst auf die lange Bank schieben.
In den kommenden zwei Jahren wird sich das Wachstum im weltweiten PC-Markt merklich verlangsamen. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Quartalsuntersuchung von IDC. Demnach sind Wachstumsraten von mehr als 15 Prozent wie in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr zu erwarten. Im Durchschnitt werde der Markt um knapp unter zehn Prozent zulegen. Insbesondere die Nachfrage in Europa und Japan werde demzufolge schwächeln.
Konkretere Zahlen veröffentlichten die Marktforscher für die kommenden zwei Jahre. So wird der Markt nach Auslieferungen in diesem Jahr um 10,6 Prozent wachsen. 2007 wird mit 10,5 Prozent ein nur geringfügig schwächerer Wert angenommen. Dabei musste die Absatzprognose für 2006 leicht nach unten korrigiert werden. Verantwortlich hierfür sei die spätere Veröffentlichung von "Windows Vista". Um einen Rechner mit dem neuen Betriebssystem zu bekommen, schieben Verbraucher und Unternehmen Investitionen in neue Hardware vielfach auf die lange Bank. Jedoch habe der "Vista" lediglich Auswirkungen auf den Zeitpunkt des Kaufs. Neue Kaufimpulse werde das Betriebssystem nicht geben.
Alles in allem rechnet IDC für 2007 mit 254 Mio. ausgelieferten PCs. Der Branchenumsatz soll sich um 232 Mrd. Dollar bewegen.