Zusammen mit Grant for the Web schafft die IGDA-F einen weltweiten Topf von mehr als 300.000 Dollar. Der Diverse Game Developers Fund soll zu Diversität und Inklusion in der Branche beitragen. Mittel daraus können bis zum 15. März beantragt werden.

Die Stiftung der International Game Developers Association, die IGDA Foundation, hat zusammen mit Grant for the Web einen über 300.000 Dollar schweren Fonds ins Leben gerufen, um Diversität und Inklusion in der globalen Spielenentwicklung zu fördern. Mindestens 200.000 Dollar des Diverse Game Developers Funds sollen an Indie-Studios auf der ganzen Welt für Prototypen gehen, 50.000 Dollar sind für Stipendien vorgesehen und der Rest ist als monetäre Preise für Game Jams angedacht.

Bewerben können sich Entwicklerstudios und Studierende von jetzt an bis zum 15. März um 24:00 Uhr auf der Webseite der IGDA-F. Prototypen werden mit bis zu 25.000 Dollar bezuschusst und den Studios helfen, alternative Methoden zur Einnahmegenerierung auszuloten, abseits der traditionellen Modelle, die von und für westliche Rezipienten geformt wurden. Stipendien hingegen werden in Höhe von bis zu 5.000 Dollar vergeben und dienen zur Unterstützung von Spieleprojekten oder solche mit einem nahen Bezug.

Über die Mittel entscheidet ein Komitee, bestehend aus einer Vielzahl renommierter BranchenvertreterInnen, darunter Vlambeer-Co-Gründer Rami Ismail und die frühere Crystal-Dynamics-Lead Producerin Shana Bryant. Außerdem soll ein Team von Akademikern bei der Vergabe der Stipendien helfen.

"Grant for the Web und die IGDA Foundation streben beide danach, EntwicklerInnen und NutzerInnen im Technologiebereich zu stärken. In einer Welt, in der traditionelles Investment-Funding nicht gleichermaßen allen zugänglich ist, wird uns diese Initiative erlauben, marginalisierte EntwicklerInnen rund um die Welt zu unterstützen und gleichzeitig die Community in Bezug auf alternative Monetarisierungsmodelle aufzuklären, die bisher vielleicht noch nicht berücksichtigt wurden", so Executive Director des IGDA-F Nika Nour.

Briana Marbury, Executive Director der Interledger Foundation, die hinter Grant for the Web steht, sagt wiederum: "Die Zusammenarbeit mit dem IGDA-F zeigt wirklich, dass es Potenzial gibt, Privilegien in kreativen Industriezweigen wie Gaming zu dezentralisieren. InnovatorInnen mit diversen Hintergründen sind historisch von Führungsrollen bei aufstrebenden Technologien ausgeschlossen worden und es ist unsere Hoffnung, dies zu ändern. Durch Business-Modelle, die auf offenen Standards und verteiltem Besitz fußen, streben wir danach, zu versichern, dass alle Stimmen gehört werden und tragen zu den Bemühungen bei, Web-Monetarisierung voranzutreiben."

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