Im Gespräch: Alexander Rittweger, Loyalty Partner
Mit dem Bonusprogramm Payback ist die Loyalty Partner GmbH seit ihrem Start vor knapp zwei Jahren Marktführer. In Happy Digits von Telekom und KarstadtQuelle ist nun ebenbürtige Konkurrenz erwachsen. DVD&VideoReport bat Geschäftsführer Alexander Rittweger um Rück- und Ausblick.
DVD&VideoReport: Die Payback-Karte ist seit beinahe zwei Jahren auf dem Markt. Welches Resümee können Sie ziehen?
Alexander Rittweger: Ein sehr positives: Payback hat sich zum beliebtesten Bonusprogramm in Deutschland entwickelt. Wir haben sehr starke Partner ins Programm geholt. Unternehmen wie real, Kaufhof, Dea, Obi, dm oder AOL sind für sehr viele relevant. Die Kunden erreichen schnell eine hohe Punktezahl und kommen somit auch schnell zu Prämien oder auch Bargeld. Mit dem Launch der neuen Payback-Visa-Karte haben wir einen weiteren Wunsch der Verbraucher erfüllt: mit der Karte punkten und gleichzeitig weltweit bezahlen zu können.
D&V: Wie ist Payback als Bonusprogramm heute positioniert?
AR: Als branchen- und medienübergreifendes Programm, das Kunden viele Vorteile verschafft. Sei es, indem sie Payback-Punkte sammeln, sei es, indem sie bei Sonderaktionen und Promotions mitmachen können.
D&V: Wie viele Karten sind momentan im Umlauf? Lässt sich feststellen, welcher Anteil der ausgegebenen Karten auch tatsächlich genutzt wird?
AR: Es handelt sich um mehr als 15 Millionen Karten, mit denen heute gepunktet wird. Diese Karten werden regelmäßig eingesetzt. Bei über 90 Prozent unserer Mitglieder steckt die Payback-Karte bereits in der Geldbörse.
D&V: Wie viel Euro an Rabatten oder in Form von Prämien wurden bisher ausgezahlt?
AR: Insgesamt 29 Millionen Euro.
D&V: Welche Ziele hat Loyalty Partner mit der Payback-Karte für das laufende Geschäftsjahr?
AR: Weiterhin so erfolgreich voranzukommen wie bisher! Wir möchten rund 18 Millionen eingesetzte Payback-Karten erreichen und werden wahrscheinlich noch in diesem Jahr neue Partner ankündigen können.
D&V: Rein rechnerisch gesehen ist die Zahl der Payback-Karten, die in Deutschland noch ausgegeben werden können, begrenzt. Ihre realistische Einschätzung: Welche Teilnehmerzahl kann das Programm noch erreichen?
AR: Selbstverständlich sind dem Wachstum irgendwann auch Grenzen gesetzt; rund 18 bis 20 Millionen Karten - das entspricht etwa 15 Millionen Haushalten - sind absolut realistisch.
D&V: Mit Happy Digits haben jetzt auch Telekom und KarstadtQuelle ein gemeinsames Bonusprogramm. Wie schätzen Sie die neue Konkurrenzsituation ein?
AR: Wir denken, dass wir mit unseren Partnern sehr gut aufgestellt sind; in vielen Bereichen können wir mit Branchenführern aufwarten. Es bleibt abzuwarten, wie sich Karstadt und die Telekom positionieren werden. Ansonsten freuen wir uns über Wettbewerb, dann können wir unsere Leistung an jemandem messen.
D&V: Glauben Sie, Payback und Happy Digits unterscheiden sich deutlich genug, um auf dem deutschen Markt auch gesund leben zu können?
AR: Es geht vor allem darum, welche Karte im Geldbeutel steckt - denn nur dann wird sie auch benutzt. Und da ist unsere bereits drin. Im Ausland hat sich gezeigt, dass zwei bis drei große Programme durchaus nebeneinander Platz haben. Der "First Mover" blieb jedoch auch immer Marktführer.